Von Andreas Steinhardt 01.09.2025 um 12:59 Uhr | melden
Zur Gedenkkerze ein schönes, kleines Gedicht
von Eduard Morike.
Der September hat begonnen - meteorologisch gerechnet ist heute sogar schon Herbstanfang.
Freuen Sie sich über die momentanen Temperaturen, die noch leicht über 20°C liegen? Dass der Frühherbst uns auch am letzten Augusttag noch mit Sonnenschein verwöhnte? Zugegeben, ab und zu zog ein Wolkenband durch und es gab in hiesigen Breitengraden gen Abend einen ganz kleinen Schauer...
Gerda würde jeden kleinen Sonnenstrahl ausnutzen, jeglichen Gedanken an kommende, trübe Herbsttage ganz schnell verdrängen...
...ich freue mich hingegen auf jene Tage...
Septembermorgen
von Eduard Mörike
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Eduard Morike, *18. Sept. 1804 in Ludwigsburg, Kurfürstentum Württemberg, +04. Juni 1875 in Stuttgart, Königreich Württemberg (ab 1806)
Mörike war ev. Theologe, Gemeindepfarrer, welcher sehr mit der zeitgenössischen Theologie haderte. Große Bekanntheit erlangte er als Lyriker, Erzähler und Übersetzer.





