Gerda Sophia Steinhardt

Gerda Sophia
Steinhardt

03.07.1930
Gladbeck
-
11.01.1994
Gladbeck

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Gedicht April von Jacobi

Von Andreas Steinhardt 11.04.2026 um 11:27 Uhr | melden

Zur heutigen Gedenkkerze ein Aprilgedicht von Johann Georg Jacobi.

Der April macht was er will - es trifft wieder einmal zu, nach einem sehr sonnigen Tag bei 22° C folgte gestern in hiesigen Breitengraden ein Gewitter und der Temperatursturz auf 11° C bei einem Sonne-Wolken-Mix. Heute soll es wieder bis zu 19° C warm werden - allerdings kann mit zeitweiligem Regen gerechnet werden.

Gerda, das Sommerkind, wäre zumindest froh, dass es wahrscheinlich nicht mehr zu Werten um den Gefrierpunkt kommen kann...oder doch? Sie mahnte immer "Die Eisheiligen kommen noch, es kann auch noch ziemlich ungemütlich werden im Mai..." Haben wir alles schon erlebt... warten wir es ab...


April

von Johann Georg Jacobi

Was kümmert’s dich in deinen Wolken droben,
Du launischer April,
Ob wir dich tadeln, oder loben?
Ein großer Herr tut meistens, was er will.
Auch halten wir geduldig still,
Und leiden, was wir leiden müssen.
Gib uns zuweilen nur ein wenig Sonnenschein,
Damit wir dessen uns erfreun:
Dann magst du wiederum mit Schnee und Regengüssen,
Mit Sturm und Blitz und Hagel dir
Bei Tag und Nacht die Zeit vertreiben!
In unsrer kleinen Wirtschaft hier
Soll dennoch gutes Wetter bleiben.


Johann Georg Jacobi, * 02. September 1740 auf Gut Pempelfort (P. im 13. Jhd. einer der ersten Ortsteile von Düsseldorf), † 04. Januar 1814 in Freiburg/Breisgau.

Jacobi war zunächst Theologiestudent, dann absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft, war Dichter und Publizist. Er ist der jüngere Bruder des Philosophen und Schriftstellers Friedrich Heinrich Jacobi, Vater Johann Conrad war ein wohlhabendender Zuckerkaufmann.