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Gedenkkerzen | Seite 4
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Morgen wirst du 27 Jahre alt.
Auch wenn du nicht mehr bei uns auf dieser Erde bist, hoffe ich, dass du irgendwo da oben im Paradies deinen 27. Geburtstag feierst. Für mich gehen deine Geburtstage weiter. Sie hören nicht auf.
Ich muss morgen den ganzen Tag arbeiten. Sonst hätte es wieder eine Torte gegeben. Deine Lieblingstorte. Deine Giotto Torte. Und allein dieser Gedanke bringt mich zum Lächeln und gleichzeitig zum Weinen.
Aber ich bin nicht nur morgen in Gedanken bei dir. Ich bin jeden Tag bei dir. Jede Sekunde. Es fühlt sich auch nach sechs Jahren noch immer unrealistisch an. Du bist nicht da. Nicht greifbar. Nicht nah. Und doch habe ich das Gefühl, dass du da bist. Dieses Gefühl tröstet mich.
Manchmal ist es, als würdest du einfach nur sehr weit weg wohnen. So weit weg, dass wir uns nicht mehr sehen und nicht mehr hören können. Aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dich nie wiederzusehen. Nie wieder deine Stimme zu hören. Nie wieder dein Lächeln. Dein süßes Lächeln. Nie wieder dein „Mami“. Dich zu riechen. Dich in den Arm zu nehmen. Deinen Rücken zu kraulen.
Manchmal glaube ich noch immer, dass ich träume. Dass ich einen schrecklichen Albtraum habe. Und dass ich eines Tages aufwache und alles war nicht echt. So unwirklich fühlt es sich an.
Du fehlst mir jeden Tag. Dein Name fällt jeden Tag mindestens einmal. Ich erzähle von dir und lächle dabei. Und wenn Menschen dich nicht kennenlernen durften, sage ich immer: Wenn du ihn kennengelernt hättest, hättest du ihn sofort in dein Herz geschlossen. Weil du ein wundervoller, liebevoller und so hübscher Mensch warst. Mein hübscher Sohn.
Von November bis nach deinem Geburtstag sind meine schwersten Monate. Weihnachten ohne dich. Im Januar dein Todestag. Und im März dein Geburtstag. Diese Zeit ist traurig und still in mir.
Ich vermisse dich. Ich liebe dich.
Und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du dort, wo du jetzt bist, glücklich bist. Und vielleicht schaust du ja manchmal auf uns herab. Wahrscheinlich schüttelst du zwischendurch den Kopf und denkst dir: Was macht sie denn da schon wieder?
Ich vermisse unsere Gespräche. Aber ich rede trotzdem mit dir. Ganz oft sage ich deinen Namen und frage dich etwas. Und in meinem Herzen stelle ich mir deine Antwort vor.
Ich liebe dich, mein Schatz. Für immer.
Heute sind es sechs Jahre.
2.192 Tage, seit du gegangen bist, Marius.
2.192 Tage, in denen sich ein Gefühl durch mein Leben zieht, das mich innerlich zerbrechen lässt. Nach außen wirkt man stark, funktioniert, hält durch. Und doch gibt es diesen stillen, absurden Hoffnungsschimmer, der auch nach all dieser Zeit nicht verschwindet: dass es an der Tür klingelt, du davorstehst und alles nur ein Albtraum war, wie aus einem dieser schlimmsten Filme, aus denen man schweißgebadet aufwacht. Aber man wacht nicht auf.
Du fehlst mir unendlich. Diese Sehnsucht lässt sich nicht in Worte fassen, weil sie endgültig ist. Es ist nicht so, dass du unterwegs bist und irgendwann wieder nach Hause kommst. Seitdem bist du nicht mehr da, und seitdem ist die Welt nicht mehr in Ordnung. Als Mutter hat man mit dir etwas ganz Großes verloren, etwas, das nie wieder zurückkommt.
Kein Tag vergeht, an dem ich nicht an dich denke. Ich sehe deine Bilder überall. Und ich frage mich, wie dein Leben heute wäre. Ob du verheiratet wärst. Ob du vielleicht selbst schon Vater wärst. Es sind Fragen, auf die es nur ein Nein gibt. Nicht, weil man es nicht will, sondern weil es endgültig ist. Und genau das macht diesen Schmerz so grausam.
Heute werden wir wieder zu deinem Grab gehen, Blumen bringen und Luftballons steigen lassen, mit Botschaften für dich. Ich hoffe so sehr, dass du es siehst. Dass du von oben auf uns schaust, ab und zu bei uns bist und nach dem Rechten siehst. Und dass du jetzt ganz besonders gut auf Kilian aufpasst.
Du fehlst uns allen. Mir ganz besonders.
Man sagt, Zeit heilt Wunden. Das stimmt nicht. Zeit heilt nichts. Man lernt nur, mit dem Schmerz zu leben. Man wird dazu gezwungen, ob man will oder nicht. Oft hat man das Gefühl, man funktioniert einfach nur noch, um für die Familie stark zu sein, Halt zu geben, obwohl man selbst diesen Halt so dringend bräuchte.
Sechs Jahre sind eine lange Zeit. Und doch wird jedes Jahr einfach nur ein weiteres Jahr dazukommen. Und jeder einzelne Todestag wird ein Schmerz bleiben, den man niemandem wünscht.
Du warst und bist etwas ganz Besonderes. Und du wirst es immer bleiben. Wenn ich von dir erzähle, habe ich trotz allem ein Lächeln im Gesicht, weil du einfach so ein wunderbarer Mensch warst.
Als Engel geboren.
Als Engel gegangen.
Ich vermisse dich unendlich, mein Sohn.
Mein Beileid
Geliebte Menschen verschwinden nicht.
Sie begleiten uns jeden Tag.
Unsichtbar und geräuschlos
aber immer in unserer Nähe.
Stiller Gruß
Christine mit Melanie fest im Herzen
…endet das Jahr 2025 und wir nähern uns deinem 6. Todestag
Ich vermisse dich jeden Tag unglaublich doll
Ich wünschte du wärst hier bei uns
Ich liebe dich mein Engel
Ich werde heute wieder eine Rakete für dich starten und hoffe du siehst sie
Ich liebe dich ❤️


