Von Andreas Steinhardt 08.11.2020 um 19:35 Uhr | melden
Meinem immer fröhlichen Großvater hätte dieses Gedicht
sicherlich gefallen, vielleicht kannte er es ja auch. Der Herbst, auch wenn es auch noch so stürmisches Wetter gab, störte Wilhelm nicht. Er ging wie emin Vater auch bei fiesestem Wetter spazieren. Ich tue es den beiden gleich...Nun, natürlich freue ich mich selbstredend auch über diesen aussergwewöhnkich sonnigen November, aber sollte es mal wieder anders sein - ich bekomme keine schlechte Laune...
An eine matte Herbstfliege
von
Franz Grillparzer (*15.01. 1791, in Wien,
+ 21.01.1872 in Wien)
Wanken dir die matten Füße,
ist der Flügel Schwung erlahmt?
Traurig schleichst du an dem Fenster,
das einst deine Spiele sah:
Ach, der Sommer ist verronnen,
und der raue Winter naht.
Doch sieh meine welken Knie,
sieh das Antlitz totenbleich,
sieh der Augen mutges Feuer,
von der Krankheit Hauch gelöscht;
ist denn schon mein Herbst gekommen,
eh mein Sommer noch erschien?





