Von Andreas Steinhardt 03.08.2026 um 13:17 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein schönes Sommergedicht von Hermann Allmers.
Die Verse passen ganz gut zu meinem Großvater Wilhelm, dem freundlichen Lebemann, ich kann ihn mir ganz gut im hohen Gras liegend vorstellen, womöglich noch mit einem Gänseblümchen im Mund.und still das Wolkenspiel beobachtend...
...ob er dies auch an solch einem heißen Tag wis heute machen würde, wage ich zu bezweifeln...ich sehe ihn dann doch eher im Gartenstuhl unter dem Schatten des alten Kirschbaums sitzend..
Für Wilhelm. Für Axel.
Feldeinsamkeit
von Hermann Allmers
Ich ruhe still im hohen, grünen Gras
Und sende lange meinen Blick nach oben,
Von Grillen rings umschwirrt ohn’ Unterlass,
von Himmelsbläue wundersam umwoben.
Und schöne, weiße Wolken ziehn dahin
Durchs tiefe Blau, wie schöne, stille Träume; –
Mir ist, als ob ich längst gestorben bin,
Und ziehe selig mit durch ew’ge Räume.
Hermann Ludwig Allmers, *11.02.1821 in Rechtenfleth*), +9. März 1902 ebenda.
Allmers war ein deutscher Dichter und Schriftsteller - er schrieb vor allem über Kultur und Landschaft seiner Heimat.
*)Rechtenfleth ist eine Ortschaft in der Einheitsgemeinde Hagen im Bremischen im niedersächs. LK Cuxhaven. Eingemeindet zu Sandstedt 1968, 2014 zu Hagen i. B.




