Von Andreas Steinhardt 09.12.2023 um 14:51 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein Gedicht von Rainer Maria Rilke.
Der 2. Advent steht vor der Tür, es herrscht ein buntes Treiben
auf den Christkindlesmärkten, auch wir werden heute einen dieser besuchen.
Mit meinem Opa Willi war ich als Kind auch öfter auf mehreren Weihnachtsmärkten, mein Großvater zeigte sich immer äußerst großzügig, wenn der kleine Enkel (zuviele...) Wünsche hatte...
"Hier! Ich habe 100 Mark mitgenommen! Die können wir
ausgeben" - sehr spendabel!
Die hohen Tannen atmen
Die hohen Tannen atmen heiser
im Winterschnee, und bauschiger
schmiegt sich sein Glanz um alle Reiser.
Die weißen Wege werden leiser,
die trauten Stuben lauschiger.
Da singt die Uhr, die Kinder zittern:
Im grünen Ofen kracht ein Scheit
und stürzt in lichten Lohgewittern, –
und draußen wächst im Flockenflittern
der weiße Tag zur Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke, *04. Dezember 1875 in Prag,
+29. Dezember 1926 in Valmont bei Montreux,
Schweiz.





