Von Andreas Steinhardt 22.01.2026 um 20:42 Uhr | melden
Diese Gedenkkerze ist nicht nur für Wilhelm, sondern auch für meine verstorbene Cousine Gaby, Wilhelms Enkelin, welche wir vor 6 Tagen zu Grabe getragen haben.
"Poenam no sentio mortis. Poena fuit vita, requies mihi morte parata est."
Kurzinterpretation des folgenden Gedichtes von Lissauer (mein-lernen.at) - dort finden Sie auch eine längere Interpretation -
"Der Januar gilt oft als kalter, unbeweglicher Wintermonat, doch in
der Literatur erscheint er häufig als Zeit des Übergangs. Zwischen Dunkelheit und zunehmendem Licht kündigt sich eine leise Veränderung an. Ernst Lissauers Gedicht „Januar“ greift genau
diesen Moment inneren Erwachens auf."
Januar
von Erich Lissauer
Ich bin erwacht aus toter Winterruh’,
Es taut mein Blut, lang war es zugefroren.
Die Adern rinnen, offen stehn die Poren,
Ich spüre tief: es geht dem Frühling zu.
Klar fließt in mir Lichtjanuar.
Es wächst der Tag, es schwillt das Jahr.
Ernst Lissauer, *10. Dezember 1882 in Berlin, +10. Dezember 1937
in Wien.
Lissauer war ein deutscher Dramatiker, Lyriker und Publizist.





