Wilhelm Remiorz

Wilhelm
Remiorz

27.05.1904
Bottrop
-
25.06.1993
Gladbeck

stimmungsbild
ZurückEine brennende Kerze: Kerze orange viereckig
April von Jacobi

Von Andreas Steinhardt 25.04.2026 um 12:05 Uhr | melden

Zur heutigen Gedenkkerze ein Aprilgedicht von Johann Georg Jacobi.

Der April macht was er will - es traf auch dieses Jahr manchmal zu -
es gab einige kühle und windige Tage, aber viele sehr sonnige wie die letzten Tage - davon ein paar knapp über 20° C - allerdings wenig Regen in unseren Breitengraden, was wiederum nicht so gut für die Natur ist.

Wilhelm, ein "Schattensitzer" wie auch ich - hätte sicherlich nichts gegen einige Regentage mehr im April gehabt...die Hecken verlieren in der Tat Blätter, die Wiesen sind etwas gelb geworden und es gibt kaum "Unkraut"... Bienen und Hummeln sind nur selten zu sehen - finden wir das trockene und warme Wetter wirklich so gut?



April

von Johann Georg Jacobi


Was kümmert’s dich in deinen Wolken droben,
Du launischer April,
Ob wir dich tadeln, oder loben?
Ein großer Herr tut meistens, was er will.
Auch halten wir geduldig still,
Und leiden, was wir leiden müssen.
Gib uns zuweilen nur ein wenig Sonnenschein,
Damit wir dessen uns erfreun:
Dann magst du wiederum mit Schnee und Regengüssen,
Mit Sturm und Blitz und Hagel dir
Bei Tag und Nacht die Zeit vertreiben!
In unsrer kleinen Wirtschaft hier
Soll dennoch gutes Wetter bleiben.

Johann Georg Jacobi, * 02. September 1740 auf Gut Pempelfort (P. im 13. Jhd. einer der ersten Ortsteile von Düsseldorf), † 04. Januar 1814 in Freiburg/Breisgau.

Jacobi war zunächst Theologiestudent, dann absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft, war Dichter und Publizist. Er ist der jüngere Bruder des Philosophen und Schriftstellers Friedrich Heinrich Jacobi, Vater Johann Conrad war ein wohlhabendender Zuckerkaufmann.