Von Andreas Steinhardt 22.10.2026 um 08:12 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein schönes, gar heiteres Gedicht von Hoffmann von Fallersleben - passend zu diesen gerade doch windigen Oktobertagen.
Wir haben heute Frühtemperaturen von 7°C, bei leicht auflebendem Wind. Noch ist es trocken - dies soll sich spätestens am Vormittag schon ändern...
Franz liebte den Herbst, wie auch ich. Und nicht nur den strahlend schönen Oktobertag - es darf ruhig mal stürmen und regnen. Es ist
halt Herbst...
Hab Dank, du lieber Wind
von Hoffmann von Fallersleben
Ich bin in den Garten gegangen
und mag nicht mehr hinaus.
Die goldigen Äpfel prangen
mit ihren roten Wangen
und laden ein zum Schmaus.
We ist es anzufangen?
Se hängen mir zu hoch und zu fern.
Ich sehe sie hangen und prangen
und kann sie nicht erlangen
und hätte doch einen gern!
Da kommt der Wind aus dem Westen
und schüttelt den Baum geschwind
und weht herab von den Ästen
den allerschönsten und besten -
hab Dank, du lieber Wind!
August Heinrich Hugo Hoffmann von Fallersleben, *02. April 1894 in Fallersleben, Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, seit 1972 Ortsteil von Wolfsburg, +19. Januar 1894 im Kloster Corvey, heute zur Stadt Höxter, Ostwestfalen.




