Marcus Zickendraht

Marcus
Zickendraht

05.08.1969
Wuppertal
-
24.04.2012
Hagen

stimmungsbild37

Gedenkkerzen

Kerze anzünden

Hier sehen Sie alle 825 Gedenkkerzen, welche für Marcus Zickendraht angezündet wurden. Entzünden auch Sie eine Gedenkkerze.

Einfach IMMER Von Beate am 26.06.2026 um 01:05 | melden

VIELMALS
deinen Namen
den Lippen angepasst
VIELMALS
deine Gedanken
in Gefühle gefasst
VIELMALS
aus ganz Klein
ganz Groß gemacht
VIELMALS
nur mit dem Herzen gedacht
VIELMALS
dich in Liebe verehrt
VIELMALS
alles Trübe abgewehrt
VIELMALS
ist gleich OFT
plus IMMER

(Edith Hornauer;
ada-dank.blogspot.com)

Kerze orange Herz
Grablied Von Beate am 22.06.2026 um 21:14 | melden

Stoppt jede Uhr.
Lasst ab vom Telefon.
Verscheucht den Hund
der bellend Knochen frisst die rohen.
Lasst schweigen die Pianos
und die Trommeln schlagt.
Bringt heraus den Sarg
und ihr Klager klagt.

Lasst die Flieger kreisend
Trauer sei geboten
An den Himmel schreiben.
Er ist tot.
Straßentauben gebt um den Hals starre Kreppkragen.
Polizisten lasst schwarze Handschuh tragen.

Er war mir Nord.
mir Süd.
mir Ost.
und West.
des Sonntags Ruh.
und der Woche Stress.

Mein Tag.
mein Gesang.
meine Rede.
meine Nacht.
Ich dachte
Liebe wäret ewig.
Falsch gedacht.

Sterne sind jetzt unerwünscht.
Will nichts sehen davon.
Verpackt den Mond.
Zertrümmert die Sonne.
Fegt weg den Wald.
und des Meeres Flut.
Nie wird es sein.
So wie es war.
Nie wieder gut.

(W.H. Auden; 1907 - 1973;
„Funeral Blues“; in der deutschen Übersetzung aus dem Film „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“)

Kerze rot lang
Lernen mit den Geistern zu leben Von Beate am 21.06.2026 um 22:13 | melden

Sie sollte lernen,
dass der Verlust
nicht weggeht.
Er lebt in dir, mit dir,
schmiegt sich dir
wie eine Schlange
um den Hals und
– das ist das Geheimnis,
das dir keiner verrät –
sie lässt dich nicht mehr los.
Du musst lernen,
mit deinen Geistern zu leben.

(Tessa Fontaine; „The Red Grove“)

Kerze hellgrün Kreuz christlich
Zeit VI Von Beate am 20.06.2026 um 19:30 | melden

Am Morgen
den Tag anschneiden
wie ein frisches Brot
die erste Scheibe
sanft bestreichen
mit guten Gedanken
am Morgen
den Tag krönen
mit einem Zaubertrunk
mit seinem Duft
die Zeit betören
sie anhalten
für einen kühnen
Augenblick

(Annemarie Schnitt)

Kerze türkis dunkel dünn
Stille XXIV Von Beate am 16.06.2026 um 21:11 | melden

warten

endlose stunden
warte ich auf dich


ich warte auf dich
bis der stein
aufbricht

bis ein vogel
aus meiner kehle
fliegt

bis die stille
blüht

(Rea Revekka Poulharidou)

Kerze gelb Rosenkreuz
Sprechen von dir Von Beate am 15.06.2026 um 22:12 | melden

Sprechen zu dürfen
von dir
mit denen, die dich kannten
dich liebten
Sprechen zu können
von dir
wie du warst
dich in Worten
wiedererleben
nur ein paar
Stunden lang
Und dann
einschlafen
vor dem nächsten
Alleinsein
das doch
unausweichbar
wartet

(Gitta Deutsch)

Kerze lila geschwungen
Stille XXIII Von Beate am 14.06.2026 um 13:53 | melden

nicht das wort
sondern dein wort im wort
nicht die augensprache
sondern dein atmen
nicht dein schweigen
sondern deine stille
die und nur
die

(Rea Revekka Poulharidou)

Kerze orange Herz
Nicht allein Von Beate am 13.06.2026 um 22:16 | melden

Du bist einsam
und meinst, dass niemand dich versteht
und es keinen Sinn hat zu sprechen,
weil dein Schicksal einmalig ist.
Das ist es auch.

Ein Leben wie deines hat keiner zu leben.
Niemand fühlt deine Schmerzen wie du.
Und wenn du kämpfst,
dann so, wie nur du es tust.
Niemand wartet wie du.
Und keiner trägt so
die Sehnsucht in sich wie du.

Und doch bist du damit nicht allein,
weil deine Angst verwandt ist
mit der Angst vieler.
Und deine Sehnsucht mündet
in die Sehnsucht von Millionen.

Deine Schmerzen
sind ein Teil der Schmerzen,
die wie ein manchmal stiller
und manchmal lauter Schrei
die Welt umkreisen.

(Ulrich Schaffer)

Kerze türkis hell Mondsichel Stern
Trauer ist die Nacht Von Beate am 11.06.2026 um 20:49 | melden

Freude ist der Tag
Trauer die Nacht
Leben ist unendlich
Es verändert nur die Form
Das lehrt uns die Natur.

Wir müssen suchen
nicht festhalten
erinnern
nicht vergessen.

Wir müssen aber auch
aushalten
und hoffen
dass Glaube und Liebe tragen
über die Zeit der Trauer hinaus.

(Carola Reimold;
trauerspruch.de)

Kerze rot kreuz
Lektionen Von Beate am 10.06.2026 um 21:33 | melden

Manchmal muss man sich verletzen,
um zu lernen.
Hinfallen, um zu wachsen.
Und verlieren, um zu gewinnen.
Denn die größten Lektionen des Lebens
lernt man durch Schmerz.

(Thornton Wilder)

Kerze rosa klein
Dahinter Von Beate am 09.06.2026 um 20:40 | melden

Alles verändert sich,
aber dahinter ruht ein Ewiges.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Kerze hellgrün Kreuz christlich
Der Tod ist gar nichts Von Beate am 06.06.2026 um 20:47 | melden

Der Tod ist gar nichts.
Er zählt nicht.
Ich bin nur nach nebenan gegangen.
Nicht ist geschehen.

Alles bleibt genauso, wie es war.
Ich bin ich und du bist du,
und das alte Leben, das wir so gerne geteilt haben,
bleibt unberührt, unverändert.
Was wir einander waren, das sind wir noch.

Nenne mich bei meinem alten, vertrauten Namen.
Sprich zu mir in der ungezwungenen Art, wie du es immer getan hast.
Verändere nicht den Klang deiner Stimme.
Lege keine gekünstelte Feierlichkeit oder Traurigkeit hinein.

Lache, wie wir immer über die kleinen Scherze gelacht haben,
die wir gemeinsam hatten.
Spiele, lächele, denk’ an mich. Bete für mich.
Sprich meinen Namen so vertraut und geläufig aus wie immer.
Sag ihn ohne Mühe, lege keine Spur eines Schattens auf ihn.

Das Leben bedeutet alles, was es je bedeutete.
Es ist dasselbe wie immer.
Es geht ohne Unterbrechung weiter.
Was ist der Tod anderes als ein unbedeutender Zwischenfall?

Warum sollte ich aus dem Sinn sein, nur weil ich außer Sicht bin?
Ich warte auf euch, für eine Weile,
irgendwo, ganz nah,
nur um die Ecke.

Alles ist gut.
Nichts ist vergangen; nichts ist verloren.
Ein kurzer Moment, und alles wird so sein, wie es zuvor war,
nur besser, unendlich viel glücklicher und wir werden für immer alle zusammen sein.
Wie werden wir über die Mühen des Abschieds lachen, wenn wir uns wiedersehen.


(Henry Scott Holland; „Death is nothing at all“;
ins Deutsche übersetzt von DeepL und mir, heute)

Kerze türkis dunkel dünn
Sterne XV und Stille XXII Von Beate am 04.06.2026 um 13:35 | melden

Still zueinander
gesellt in des Himmels
unendlichen Räumen
blühten die Sterne so zart,
wie Vergissmeinnichtblumen
der Engel.

(Henry Wadsworth Longfellow; 1807 - 1882)

Kerze dunkelblau Davidstern
Du bleibst II Von Beate am 03.06.2026 um 20:32 | melden

Es ist nicht verloren, Dein Leben,
es geht weiter in mir, in uns.

Jeder von uns trägt ein Stück
von Deinem Wesen
mit im eigenen Herzen,
manche ein kleines,
und manche ein riesengroßes Stück.

Wir werden es pflegen, bewahren,
doch nicht einfrieren und ersticken.

Es soll sich entwickeln, soll weiterkommen,
soll aufgehen in allem,
was uns im Leben begegnet,
wo wir lieben und Freundschaft schließen,
wo wir gehen und über uns hinauswachsen,
da bist Du dabei.

Nichts geht für immer verloren,
auch dann nicht, wenn wir es
längst nicht mehr erkennen.

Du trägst in Dir, ich trag in mir
und auch von Dir
ein kleines Stückchen Ewigkeit.

(Jochen Jülicher)

Kerze gelb klein
Glück XXX Von Beate am 02.06.2026 um 21:04 | melden

Glück ist wie ein Sonnenblick,
niemand kann‘s erjagen,
niemand von sich sagen,
dass er heut‘ und eine Frist
ohne Wunsch und glücklich ist.

Glück ist wie ein Sonnenblick,
erst, wenn es vergangen,
erst in Leid und Bangen,
denkt ein Herz und fühlt es klar,
dass es einmal glücklich war.

(Martin Greif; 1839 - 1911)

Kerze lila Teddy
Stille XXI Von Beate am 01.06.2026 um 20:19 | melden

Die Stille ist eine große Kunst der Unterhaltung.

(Edward Gibbon; 1737 - 1794)

Kerze hellgrün Kreuz christlich
Man sieht nur mit dem Herzen gut Von Beate am 31.05.2026 um 13:58 | melden

„Die Menschen“, sagte der Fuchs, „haben Gewehre und sie jagen. Das ist sehr unangenehm! Und sie halten Hühner. Das ist das einzige, was sie interessiert. Suchst du Hühner?“
„Nein“, sagte der kleine Prinz. „Ich suche Freunde. Was bedeutet ‚zähmen‘?“
„Das ist leider in Vergessenheit geraten“, sagte der Fuchs. „Es bedeutet, ‚sich vertraut machen‘.“
„Sich vertraut machen?“
„Ja“, sagte der Fuchs.

„Für mich bist du bisher nur ein kleiner Junge wie hundertausend andere kleine Jungen. Ich brauche dich nicht. Und du brauchst mich auch nicht. Ich bin für dich nur ein Fuchs wie hunderttausend andere Füchse. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzigartig auf der Welt sein. Und ich werde für dich einzigartig auf der Welt sein…“.

(….)

Der Fuchs kam auf seine Idee zurück:
„Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander und alle Menschen gleichen einander. Ich langweile mich schon ein bisschen. Aber wenn du mich zähmst, wird das mein Leben erhellen.

Ich werde Schritte kennen, die anders klingen als alle anderen. Bei anderen Schritten verstecke ich mich wieder unter der Erde.

Deine werden mich aus meinem Bau rufen wie Musik. Und schau nur! Siehst du die Weizenfelder dort? Ich fresse kein Brot. Für mich hat der Weizen keinen Nutzen. Die Weizenfelder bedeuten mir gar nichts. Und das ist traurig!

Aber dein Haar hat die Farbe von Gold. Es wird wunderbar, wenn du mich gezähmt hast! Der goldene Weizen wird mich an dich erinnern. Und das Rauschen des Windes im Weizen wird mir Freude bereiten…“

Der Fuchs verstummte und sah den kleinen Prinzen lange an:
„Bitte… zähme mich!“, sagte er.
„Sehr gern“, antwortete der kleine Prinz, „aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen.“

„Man lernt nur die Dinge kennen, mit denen man sich vertraut macht“, sagte der Fuchs.
„Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen alles fertig bei den Händlern. Aber da es keine Händler für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund haben willst, zähme mich!“

(….)

Also zähmte der kleine Prinz den Fuchs.

Und als die Stunde des Abschieds nahte:
„Ach!“, sagte der Fuchs. „Ich werde weinen.“
„Das ist deine Schuld“, erwidert der kleine Prinz, „ich wollte dir nichts Böses, du wolltest, dass ich dich zähme….“
„Gewiss“, sagte der Fuchs.
„Aber du wirst weinen“, sagte der kleine Prinz.
„Gewiss“, sagte der Fuchs.
„Also gewinnst du nichts dabei!“
„Doch, ich gewinne etwas dabei“, sagte der Fuchs, „wegen der Farbe des Weizens.“

Dann fügte er hinzu:
„Geh noch einmal zu den Rosen. Du wirst verstehen, dass deine Rose einzigartig auf der Welt ist. Und dann komm zurück, um dich von mir zu verabschieden, und ich schenke dir ein Geheimnis.“

Der kleine Prinz ging noch einmal zu den Rosen:
„Ihr seid überhaupt nicht wie meine Rose, ihr seid noch gar nichts“, sagte er zu ihnen. „Niemand hat euch mit sich vertraut gemacht und ihr habt euch mit niemandem vertraut gemacht. Ihr seid so, wie mein Fuchs war. Er war nur ein Fuchs wie hunderttausend andere auch. Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht und jetzt ist er einzigartig auf der Welt.“

(….)

Und er ging wieder zum Fuchs.

„Adieu“, sagte er.
„Adieu“, antwortet der Fuchs.
„Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach:

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
„Die Zeit, die du deiner Rose geschenkt hast, macht deine Rose so wichtig.“
„Die Zeit, die ich meiner Rose geschenkt habe…“, sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

„Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen“, erklärte der Fuchs.
„Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist für immer für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich.“
„Ich bin für meine Rose verantwortlich…“, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

(Antoine de Saint-Exupéry; „Der kleine Prinz“, Kapitel XXI)

Kerze orange Herz
Du bleibst Von Beate am 30.05.2026 um 22:58 | melden

Du bleibst…

könntest du noch reden -
wäre da meine Zustimmung

könntest du noch singen -
wäre da unser Lied

könntest du noch hören -
wäre da meine Stimme

könntest du noch sehen -
wäre da mein Lächeln

könntest du noch fühlen -
wäre da meine Wärme

könnte ich es tun -
würde ich dir meinen Atem einhauchen

doch auch so
bist und bleibst du -
bei mir, um mich rum,
tief in meinem Herzen.

(Silvia Riemer)

Kerze grau-blau Grabkerze
Glück XXIX Von Beate am 29.05.2026 um 21:38 | melden

Ein Ast
sandgeschliffen, dazu Federn,
vom Wind getragen.
Matt schlägt die See an.
Das Glück, so heißt es,
ist eine Fundsache.

(Günter Grass; 1927 - 2015)

Kerze lila geschwungen
Urteilen Von Beate am 28.05.2026 um 22:14 | melden

Bevor Du urteilen willst
über mich
oder mein Leben,
ziehe meine Schuhe an
und laufe meinen Weg,
durchlaufe die Straßen,
Berge und Täler,
fühle die Trauer,
erlebe den Schmerz
und die Freude.

Durchlaufe die Jahre,
die ich ging,
stolpere über jeden Stein,
über den ich gestolpert bin,
stehe immer wieder auf
und gehe genau dieselbe Strecke weiter,
genau wie ich es tat.

Erst dann kannst Du urteilen.

(Indianische Weisheit)

Kerze dunkelblau Davidstern
Deine Anwesenheit Von Beate am 27.05.2026 um 20:11 | melden

Ich bin mir immer
meiner Nähe zu dir bewusst,
deine Anwesenheit
verlässt mich nie.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Kerze hellgrün Kreuz christlich
Stille XX und Sterne XIV Von Beate am 26.05.2026 um 22:31 | melden

Ob auch die Stunden uns wieder entfernen:
wir sind immer beisammen im Traum,
wie unter einem aufblühenden Baum.
Wir werden die Worte, die laut sind, verlernen
und von uns reden wie Sterne von Sternen,
alle lauten Worte verlernen:
wie unter einem aufblühenden Baum.

(Rainer Maria Rilke)

Kerze rot lang
Stille XIX Von Beate am 25.05.2026 um 22:41 | melden

Erst, wenn dein begehrender Wille
dankbar zum Schweigen gebracht,
vernimmst du die Stimme der Stille,
die großen Gespräche der Nacht.

(Friedrich Lienhard, 1865 - 1929)

Kerze rosa rund
Danke Von Beate am 24.05.2026 um 23:06 | melden

Danke,
dass es dich gab
und in unseren Gedanken
immer noch gibt.

Danke,
dass du unser Leben
geprägt hast
und noch immer prägst.

Danke,
dass wir teilhaben durften
an deinem einzigartigen Leben
und dieser Dank
ist größer als unsere Trauer.

(Andrea Schwarz)

Kerze blau Teddy
Leben XXXXIII und Träume XVII Von Beate am 23.05.2026 um 21:59 | melden

Ein Traum, ein Traum nur
Ist unser Leben auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wogen
Schweben und scheiden wir.
Und messen unsere kurzen
Lebensschritte nach Zeit und Raum.
Und sind, wir wissen´s kaum –
Inmitten aller Ewigkeit.

(Antonio Porchia; 1885 - 1968)

Kerze orange kreuz
Lieben Halten Loslassen Von Beate am 22.05.2026 um 20:29 | melden

Um in dieser Welt zu leben
musst du dreier Dinge fähig sein:
musst lieben was sterblich ist,
musst es so innig halten,
als hinge dein Leben davon ab,
und wenn es an der Zeit ist,
es wieder loszulassen,
musst du es lassen.

(Mary Oliver; 1935 - 2019)

Kerze hellgrün Kreuz christlich
Träume XVI Von Beate am 20.05.2026 um 22:59 | melden

Da breitest du weit deine Arme aus
Und ein tiefer Atemzug!
Du schwingst dich empor über Straße und Haus
Im traumhaften Vogelflug.
Du fliegst und du fliegst und du brauchst kein Ziel,
Das Dasein selbst ist Glück!
Keine Grenze dort unten bekümmert dich viel,
du möchtest nie zurück.
Es ist alles so einfach. Du wunderst dich kaum.
Und du weißt in deinem Traum: Es ist kein Traum!

(Michael Ende)

Kerze braun viereckig
Stille XVIII Von Beate am 19.05.2026 um 12:21 | melden

Wenn es keine Worte gibt
trägt die Stille
die Gedanken
und Gebete derer,
die dich lieben.

(Mahatma Gandhi)

Kerze gelb Rosenkreuz
Sterne XIII Von Beate am 18.05.2026 um 00:38 | melden

…. und in der
schwärzesten Nacht
meines Lebens
sah ich Sterne.

(Carlos Ruiz Zafón; 1964 - 2020;
aus: „Der Schatten des Windes“)

Kerze blau kreuz
Liebe VII Von Beate am 17.05.2026 um 00:48 | melden

Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschiednehmen heißt.
Nicht zulassen,
dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist
für die, die wir lieben.

(Sergio Bambaren; „Der träumende Delphin“)

In diesem Sinne mussten wir letzte Nacht
unser geliebtes Hundemädchen Rani verabschieden.
Wie sind sehr sehr traurig und hoffen,
dass du auch zu ihrem „Empfangskomitee“ gehörst
und sie gut auf der anderen Seite und im Licht ankommt.
Bitte schau nach ihr, Marcus!

Kerze rot Davidstern
Frieden Von Beate am 14.05.2026 um 20:04 | melden

Für den Dahingeschiedenen
bedeutet der Tod Frieden,
die Gewissheit ewiger Glückseligkeit,
unwandelbare Geborgenheit.

(Charles de Foucauld; 1858 - 1916)

Kerze flieder Kreuz christlich
An dich denken Von Beate am 13.05.2026 um 19:21 | melden

Wenn ich an dich denke
möchte ich nichts weiter
als an dich denken
wortlos an dich denken
ein wenig träumen
etwas lächeln
so wie jetzt
durchs fenster sehen
an dich denken
träumen
lächeln
bei dir
sein

(Rea Revekka Poulharidou)

Kerze orange Herz
Träume XV Von Beate am 12.05.2026 um 21:14 | melden

Träume bedeuten vielleicht
ein hartes Stück Arbeit.
Wenn wir versuchen, dem auszuweichen,
können wir den Grund,
warum wir zu träumen begannen,
aus den Augen verlieren,
und am Ende merken wir,
dass der Traum gar nicht mehr uns gehört.
Wenn wir einfach der Weisheit unseres Herzens folgen,
wird die Zeit vielleicht dafür sorgen,
dass wir unsere Bestimmung erfüllen.

Denk daran:
Gerade wenn du schon fast aufgeben willst,
gerade wenn du glaubst,
dass das Leben zu hart mit dir umspringt,
dann denk daran, wer du bist.
Denk an deinen Traum.

(Sergio Bambaren; aus: „Der träumende Delphin“)

Kerze dunkelgrün rund
Leben XXXXII Von Beate am 11.05.2026 um 19:45 | melden

Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.

Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern
die einsamste von allen Stunden steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern,
dem Ewigen entgegenschweigt.

(Rainer Maria Rilke)

Kerze blau kreuz
Träume XIV Von Beate am 07.05.2026 um 18:11 | melden

Es kommt eine Zeit im Leben,
da bleibt einem nichts anderes übrig,
als seinen eigenen Weg zu gehen.
Eine Zeit, in der man die eigenen Träume
verwirklichen muss.
Eine Zeit, in der man endlich
für die eigenen Überzeugungen eintreten muss.

(Sergio Bambaren; aus: „Der träumende Delphin“)

Kerze rot lang
Enttäuschungen Von Beate am 06.05.2026 um 21:27 | melden

Enttäuschung gilt als Übel. Ein unbedachtes Vorurteil.

Wodurch, wenn nicht durch Enttäuschung, sollten wir entdecken, was wir erwartet und erhofft haben?

Und worin, wenn nicht in dieser Entdeckung, sollte Selbsterkenntnis liegen?

Wie also sollte einer ohne Enttäuschung Klarheit über sich selbst gewinnen?

Wir sollten Enttäuschungen nicht seufzend erleiden als etwas, ohne das unser Leben besser wäre.

Wir sollten sie aufsuchen, ihnen nachspüren, sie sammeln. Warum bin ich enttäuscht, dass……..?

Was haben wir denn von den anderen erwartet?

Menschen, die ihr Leben unter der unbarmherzigen Herrschaft von Schmerzen leben müssen, sind oft darüber enttäuscht, wie sich die anderen verhalten, auch diejenigen, die bei ihnen ausharren.

Es ist zu wenig, was sie tun und sagen und auch zu wenig, was sie fühlen.

„Was erwarten Sie denn“? frage ich.

Sie können es nicht sagen und sind bestürzt darüber, dass sie jahrelang eine Erwartung mit sich herumgetragen haben, die enttäuscht werden konnte, ohne dass sie Näheres über sie wussten.

Einer der wirklich wissen möchte, wer er ist, müsste ein ruheloser, fanatischer Sammler von Enttäuschungen sein, und das Aufsuchen enttäuschender Erfahrungen müsste ihm wie eine Sucht sein, die alles bestimmende Sucht seines Lebens, denn ihm stünde mit großer Klarheit vor Augen, dass sie nicht ein heißes, zerstörerisches Gift ist, die Enttäuschung, sondern ein kühler, beruhigender Balsam, der uns die Augen öffnet über die wahren Konturen unserer selbst……“

(Peter Bieri = Pascal Mercier; 1944 - 2023;
aus „Nachtzug nach Lissabon“)

Kerze türkis dunkel dünn
Auf dich warten Von Beate am 05.05.2026 um 20:09 | melden

Ich wart auf dich im Abendwind,
der weithin geht und fern beginnt,
der von mir alles weiß und mehr -
was ohne Worte ist und schwer,
geweint hab ich es in den Wind,
der weithin geht und fern beginnt.

(Eva Strittmatter)

Kerze türkis hell rund
Schatzkammer Von Beate am 04.05.2026 um 18:27 | melden

Das Herz
ist seiner Kammern beraubt
Vorratskammer
Schatzkammer
Das Herz
hat Stillstand geübt
hat deinen Namen gerufen
hat wieder zu schlagen begonnen
Sei Vorrat
Silber und Gold
früh morgens, spät abends
sei Himmelsleiter, Erdenleiter
Sei, wie es sei –
Licht, das durch die Wolken bricht

(Elisabeth Borchers; 1926 - 2013)

Kerze flieder viereckig
Abschied Von Beate am 03.05.2026 um 12:44 | melden

Sag mir, dass du dich im Föhnwind sehnst
Und dass du trauern würdest,
Wenn ich ginge.
Sag mir, dass diese Tage schön sind
Und dass du weinen wirst,
Wenn ich nicht singe.

Sag mir, dass du dem Leben gut bist.
Sag meiner Stimme,
Dass sie nie verwehe…
Und dass du heiter und voll frohen Mutes bist,
Auch wenn ich lange Zeit
Dich nicht mehr sehe.

Sag mir, dass ich ein töricht Kind bin,
Und streichle mich, wie eine junge Meise.
Sag mir, das ich zu dir zurückfind,
Auch wenn die Nächte dunkel sind,
Durch die ich reise.

(Hugo Ball; 1886 - 1927)

Kerze gelb kreuz
Träume XIII Von Beate am 02.05.2026 um 16:12 | melden

Müdes Lied

Ich möchte schlafen, denn ich bin so müd,
und so müd und wund ist mein Glück.
Ich bin so allein – selbst mein liebstes Lied
ist fort und will nicht mehr zurück.

Schlaf ich einmal, so träume ich auch,
und Träume sind so wunderschön.
Sie zaubern einen lächelnden Hauch
auch übers schwerste Geschehn.

Träume tragen Vergessen mit sich
und schillernden bunten Tand.
Wer weiß es – vielleicht auch bannen sie mich
für ewig in ihr Land.

(Selma Meerbaum-Eisinger)

Kerze dunkelblau Teddy
Der Mai Von Beate am 01.05.2026 um 19:38 | melden

Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.

Er nickt uns zu und ruft: „Ich komm ja wieder!“
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.

(Erich Kästner)

Kerze türkis hell Mondsichel Stern
Auf zu neuen Ufern Von Beate am 29.04.2026 um 22:37 | melden

Zurücklassen
Ballast und
vergebliche Träume
an den Docks des Vergangenen,
ohne Bedauern
das Dunkel über den Wäldern.

Lösen
die Leinen und
den Herzschlag
vor dem hellen Horizont,
neugierig
aufbrechen ins Unbekannte.

(Annette Gonserowski)


Bemerkenswert:
Dieses Gedicht postete die Autorin am 22.04.2012 in ihrem Blog - annettegonserowski.blogspot.com -, also genau zu einem Zeitpunkt, als dein Weggang - „auf zu neuen Ufern“ - nahte.
Und es ist ja so ein passender Text…. wunderschön!

Kerze lila geschwungen
Farben der Trauer Von Beate am 28.04.2026 um 19:30 | melden

Meine Trauer ist rot
für all die Liebe in mir.

Meine Trauer ist blau
für die Einsamkeit, die Leere und alle ungestillten Sehnsüchte.

Meine Trauer ist schwarz
für die Verzweiflung und den Abgrund in meiner Seele.

Meine Trauer ist braun
für das Ringen um Boden unter meinen Füßen.

Meine Trauer ist gelb
für alle Schätze, die mir dennoch zuteil werden,
für das Licht, das immer wieder für mich scheint
und für die Menschen, die die Sonne zu mir bringen.

Meine Trauer ist grün
für die Hoffnung, die Zuversicht
und das Wissen darum, dass es immer weiter geht.

Meine Trauer ist weiß
für alle Schutzengel, die mich an der Hand halten,
mich trösten und Balsam meiner Seele sind
und für die Kraft, die mich durch diese Zeit trägt,
ohne dass ich ihren Ursprung kenne.

Meine Trauer ist bunt wie ein Kaleidoskop
für alle Gefühle in mir, die sein wollen und sein dürfen.
Ich lasse sie zu und halte sie aus,
gebe ihnen Raum zum Leben und zur Verwandlung.

(Andrea Böttler)

Kerze rot lang
Stille XVII und Leben XXXXI Von Beate am 27.04.2026 um 19:36 | melden

Ich will still werden
und wage zu träumen
von glücklichen Menschen,
fördernden Beziehungen,
erfülltem Leben.

Ich will still werden
und spüre tief in mir
ungeahnte Möglichkeiten,
Wünsche und Bedürfnisse,
die Freude am Leben.

Ich will still werden
und lerne ja sagen:
ja zu meinen Visionen,
ja zu meinen Grenzen,
ja zu meinem Weg.

Ich will still werden
und Leben fördern:
das Feine wahrnehmen,
das Zarte schützen.
Das Kleine wachsen lassen.

(Max Feigenwinter)

Kerze gelb Kreuz christlich
Leben XXXX Von Beate am 25.04.2026 um 22:06 | melden

Mit der Zeit lernst du,
dass eine Hand halten nicht dasselbe ist
wie eine Seele fesseln
und dass Liebe nicht Anlehnen bedeutet
und Begleitung nicht Sicherheit.

Du lernst allmählich,
dass Küsse keine Verträge sind
und Geschenke keine Versprechen
und Du beginnst,
deine Niederlagen erhobenen Hauptes
und offenen Auges hinzunehmen
mit der Würde des Erwachsenen,
nicht maulend wie ein Kind.

Und Du lernst,
all deine Straßen auf dem Heute zu bauen,
weil das Morgen
ein zu unsicherer Boden ist.
Mit der Zeit erkennst du,
dass sogar Sonnenschein brennt,
wenn du zuviel davon abbekommst.

Also bestell deinen Garten
und schmücke selbst
dir die Seele mit Blumen,
statt darauf zu warten,
dass andere dir Kränze flechten.
Und bedenke,
dass du wirklich standhalten kannst ...
und wirklich stark bist.
Und dass du deinen eigenen Wert hast.

(Kelly Priest)

Kerze orange Herz
Sternengeburtstagsgutenachtgruß Von Beate am 24.04.2026 um 23:00 | melden

Man muss nie verzweifeln,
wenn einem etwas verlorengeht,
ein Mensch, oder eine Freude oder ein Glück;
es kommt alles noch herrlicher wieder.

Was abfallen muss, fällt ab;
was zu uns gehört,
bleibt bei uns,
denn es geht alles nach Gesetzen vor sich,
die größer als unsere Einsicht sind
und mit denen wir nur scheinbar
im Widerspruch stehen.

Man muss sich selber lieben
und an das ganze Leben denken,
an alle seine Millionen Möglichkeiten,
Weiten und Zukünfte,
demgegenüber es nichts
Vergangenes und Verlorenes gibt.


(Rainer Maria Rilke)

Kerze türkis hell rund
Vierzehn Jahre Von Beate am 24.04.2026 um 14:55 | melden

… , und wir denken jeden Tag an dich.

Die Lücke bleibt ungeschlossen,
die Trauer begleitet uns, nur etwas leiser;
- und die Liebe ist - wenn möglich -
noch endloser als diese!

Du fehlst!

Kerze flieder viereckig
Dein Sternengeburtstag und Leben XXXIX Von Beate am 24.04.2026 um 14:50 | melden

Lieben.
Geliebt werden.

Nie vergessen,
wie unwichtig
man selbst ist.

Sich nie an die unaussprechliche Gewalt und vulgäre Ungleichheit
des Lebens um einen herum gewöhnen.

Am traurigsten Ort
nach Freude suchen.

Der Schönheit in ihr Versteck folgen.

Nie vereinfachen, was kompliziert ist,
oder kompliziert machen, was einfach ist.

Kraft achten,
nie Macht.

Vor allem beobachten.

Zu verstehen versuchen.

Nie wegsehen.

Und nie,
nie vergessen.


(Arundhati Roy)

Kerze grau-blau Grabkerze
Die schweren Apriltage Von Beate am 23.04.2026 um 21:13 | melden

-…sind nun da
und die Gefühle und Gedanken
haben sich in all den Jahren
kaum verändert.

Erstaunlich!
Ich hatte früher keinen Schimmer,
dass Trauer wirklich und wahrhaftig
endlos ist, also niemals aufhört.
Doch genauso ist es.

Du fehlst mir so sehr, mein Marcus
und ich sende dir allerliebste Grüße
hinauf in den Himmel.

Sleep tight…..

Kerze blau Teddy
Anhalten Von Beate am 23.04.2026 um 21:08 | melden

Unterwegs immer wieder anhalten,
wahrnehmen, was ist,
uns freuen an dem,
was wir erreicht haben,
annehmen,
dass nicht alles gelungen ist.

Uns Zeit nehmen,
neue Kräfte schöpfen,
uns neu orientieren,
uns leiten lassen von dem,
was für uns wesentlich ist.

Weiterschreiten,
wie es mir entspricht,
in der Hoffnung,
dass wir immer mehr werden,
was wir letztlich sein können.

(Max Feigenwinter)

Kerze orange Kreuz christlich
Liebe VI und Leben XXXVIII Von Beate am 22.04.2026 um 19:46 | melden

Deine Würde kommt von deiner Beziehung zu dir selbst.
Niemand kann dich entwürdigen, nur du selbst kannst es.
Und die Würde, die andere dir geben,
kann nie die Würde ersetzen, die du selbst dir gibst.
Alles beginnt in dir.

Vielleicht ist nichts so spannend,
wie die Gestaltung der leeren Momente,
der freien Plätze, der unverstellten Räume,
der unbewohnten Gegenden deines Lebens.

Fülle sie nicht mit dem, was andere dir anbieten,
nicht mit dem Überfluss der Welt,
nicht mit den Spielzeugen, die dich ablenken,
nicht mit den Dingen, die dich arm machen,
oder mit Gedanken, die dich gefangensetzen,
nicht mit dem bunten Abfall, der dich entwürdigt.

Gib der Kleinigkeit nicht nach.
Nimm wahr, dass du auch aus Löchern bestehst,
die nicht gestopft werden müssen,
die aber mit Bedeutung gefüllt werden können.
Weite ist deine Berufung.

Kannst du dir vorstellen, jetzt, in deinem Alter,
noch neue Haltungen zu entwickeln,
ungewohnte Einstellungen zu üben,
und nicht schon im Voraus zu wissen, wie es am besten ist?
Oder hast du dich so festgelegt und festlegen lassen,
dass jede Veränderung dir zu anstrengend ist?

Kannst du dich noch in Frage stellen,
dich herausfordern etwas Neues zu wagen,
anstatt dich immer nur zu wiederholen?
Lass dich von dir selbst überraschen!
In dir gibt es noch Reichtum an Unerschlossenem,
Wirklichkeiten, die erlebt werden wollen,
Gedanken, die in Taten umgesetzt werden wollen.

Kannst du noch aufbrechen?
Vielleicht ist nichts wichtiger
als deiner reifen Liebe eine einmalige Gestalt zu geben,
sie nicht mehr nach Mustern und Vorbildern zu gestalten,
deren innere Welten du nicht kennst.

Immer mehr löst du dich aus dem, wie andere es sehen,
wie das übergroße „man“ alles sieht,
und immer mehr ist jetzt wichtig zu verstehen,
dass deine Art zu lieben ein Teil des ganzen Bildes ist.

Mach aus deinem Leben ein Seminar der Zuwendung,
eine Feier des Verstehens, ein Fest der Liebe.

(Ulrich Schaffer)

Kerze rot lang
Das Ende vom Lied Von Beate am 21.04.2026 um 21:50 | melden

Ich säh dich gern noch einmal, wie vor Jahren
Zum erstenmal. - Jetzt kann ich es nicht mehr.
Ich säh dich gern noch einmal wie vorher,
Als wir uns herrlich fremd und sonst nichts waren.

Ich hört dich gern noch einmal wieder fragen,
Wie jung ich sei ... was ich des Abends tu -
Und später dann im kaumgebornen «Du»
Mir jene tausend Worte Liebe sagen.

Ich würde mich so gerne wieder sehnen,
dich lange ansehn stumm und so verliebt -
und wieder weinen, wenn du mich betrübt,
die vielzuoft geweinten dummen Tränen.

- Das alles ist vorbei ... Es ist zum Lachen!
Bist du ein andrer oder liegts an mir?
Vielleicht kann keiner von uns zwein dafür.
Man glaubt oft nicht, was ein paar Jahre machen.

Ich möchte wieder deine Briefe lesen,
Die Worte, die man liebend nur versteht.
Jedoch mir scheint, heut ist es schon zu spät.
Wie unbarmherzig ist das Wort: «Gewesen!»

(Mascha Kaléko)

Kerze hellgrün Kreuz christlich
Leben XXXVII und Glück XXVIII Von Beate am 20.04.2026 um 21:24 | melden

Es gibt keine Pflicht des Lebens,
es gibt nur eine Pflicht des
Glücklichseins.
Dazu allein sind wir auf der Welt,
und mit aller Moral
und allen Geboten
macht man einander selten glücklich,
weil man sich selbst damit nicht
glücklich macht.
Wenn der Mensch gut sein kann,
kann er es nur,
wenn er Harmonie in sich hat,
also wenn er liebt.
Dies war die Lehre,
die einzige Lehre in der Welt;
dies sagte Jesus,
dies sagte Buddha,
dies sagte Hegel.
Für jeden ist das einzig Wichtige auf der Welt
sein eigenes Innerstes,
seine Seele,
seine Liebesfähigkeit.
Ist die in Ordnung,
so mag man Hirse oder Kuchen essen,
Lumpen oder Juwelen tragen,
dann klang die Welt mit der Seele rein zusammen,
war gut,
war in Ordnung.

(Hermann Hesse)

Kerze flieder viereckig
Leben XXXVI Von Beate am 19.04.2026 um 13:12 | melden

Das Leben
das du dir wünschst
musst du erfinden
mit der Kühnheit
der Gedanken
mit der Kraft der Träume
mit dem Vertrauen das trägt
das Leben
das du dir wünschst
musst du erfinden
um zum Leben zu finden

(Annemarie Schnitt)

Kerze gelb Davidstern
Liebe V Von Beate am 18.04.2026 um 16:35 | melden

Am Ende, so glaube ich,
müssen wir nichts tun, um geliebt zu werden.
Wir verbringen unser Leben damit,
schöner, klüger, beeindruckender zu erscheinen.
Doch zwei Dinge sind mir klar geworden:
Diejenigen, die uns wirklich lieben,
sehen uns mit dem Herzen.
Sie schreiben uns Qualitäten zu,
die weit über das hinausgehen,
was wir tatsächlich sind.
Und jene, die uns nicht lieben wollen,
werden niemals zufrieden sein –
ganz gleich, wie sehr wir uns bemühen.
Ja, ich glaube wirklich, dass es wichtig ist,
unsere Unvollkommenheiten zu bewahren.
Sie sind kostbar, denn sie ermöglichen es denen,
die uns mit dem Herzen sehen,
uns wahrhaftig zu verstehen.


(Frida Kahlo; 1907 - 1954)

Kerze orange Herz
Glück XXVII Von Beate am 17.04.2026 um 16:11 | melden

Boden unter meinen Füßen suchen.
Still sein, wenn ich nichts zu sagen weiß.
Meinem Zögern Zeit lassen.
Meine Angst aus ihrem Käfig befreien.
Nichts tun, was ich nicht will.
Spazierengehen und nach Hause kommen …

(Brigitte Heidebrecht)

Kerze türkis dunkel dünn
Leben XXXV Von Beate am 17.04.2026 um 16:06 | melden

Zweifelnd

Nicht zu wissen, wie es weitergeht
ist eine Tür.
Den Worten nicht mehr zu trauen
setzt andere Sprachen frei.
Zu zweifeln, nicht nur im Kopf,
sondern im Wesen, sogar an sich selbst,
an der Gestalt der Welt, an den Menschen,
an den gewählten Werten,
lockt die andere Person, die ich auch bin,
aus ihrer Reserve hervor -
sie will sich in den Segen des Zweifels stellen.

Wenn es ist nicht so ist,
wie es versprochen hatte zu sein,
wenn sich verschließt, was offen sein wollte,
wenn ich mich mir selbst gegenüber fremd bewege,
dann lebe ich auf etwas Neues zu.
Dann entsteht aus der Enge des Wissens
die Weite des Nichtwissens,
in der alles möglich ist.

(Ulrich Schaffer)

Kerze dunkelgrün Teddy
Leben XXV Von Beate am 16.04.2026 um 15:31 | melden

Zweifelnd

Nicht zu wissen, wie es weitergeht
ist eine Tür.
Den Worten nicht mehr zu trauen
setzt andere Sprachen frei.
Zu zweifeln, nicht nur im Kopf,
sondern im Wesen, sogar an sich selbst,
an der Gestalt der Welt, an den Menschen,
an den gewählten Werten,
lockt die andere Person, die ich auch bin,
aus ihrer Reserve hervor -
sie will sich in den Segen des Zweifels stellen.

Wenn es ist nicht so ist,
wie es versprochen hatte zu sein,
wenn sich verschließt, was offen sein wollte,
wenn ich mich mir selbst gegenüber fremd bewege,
dann lebe ich auf etwas Neues zu.
Dann entsteht aus der Enge des Wissens
die Weite des Nichtwissens,
in der alles möglich ist.

(Ulrich Schaffer)

Kerze dunkelgrün Teddy
Leben XXIV und Liebe IV Von Beate am 14.04.2026 um 20:51 | melden

Lebendig ist, wer wach bleibt
Sich dem anderen schenkt
Das Bessere hingibt
Niemals rechnet
Lebendig ist, wer das Leben liebt
Seine Begräbnisse, seine Feste
Wer Märchen und Mythen
auf den ödesten Bergen findet

Lebendig ist, wer das Licht erwartet
in den Tagen des schweren Sturms
Wer die stillen Lieder
ohne Geschrei und Schüsse wählt
Sich dem Herbst hinwendet
und nicht aufhört zu lieben

(Luigo Nono; 1924 - 1990)

Kerze blau kreuz
Liebe III Von Beate am 13.04.2026 um 19:58 | melden

Nicht du
um der Liebe willen
sondern
um deinetwillen
die Liebe
(und auch um meinetwillen)

Nicht
weil ich lieben
muss
sondern weil ich
dich
lieben
muss

Vielleicht
weil ich bin
wie ich bin
aber sicher
weil du
bist
wie du bist

(Erich Fried)

Kerze rosa klein
Liebe II Von Beate am 12.04.2026 um 17:05 | melden

Gott sieht dich wie einer, der dich sehr liebt.
Denn es gibt keine klareren, keine schärferen Augen,
als die Augen der Liebe.
Schwärmerei macht blind.
Liebe macht sehend.
Man versteht einen anderen Menschen nur wirklich,
wenn man ihn liebt, und man soll vom anderen
nur so viel wissen wollen, als man Kraft mitbringt,
alles an ihm zu lieben.
Die Liebe Gottes ist unbestechliches Wissen,
das doch nicht verachtet, nicht richtet,
nicht verstößt, nicht erniedrigt, nicht beschämt.
Weil Gott groß ist und weil seine Größe Liebe ist,
darum hat es Sinn, dass er alles weiß,
denn er liebt den ganzen Menschen.

Die wirkliche Liebe sagt:
Ich weiß die Stellen ganz genau,
an denen du unsicher bist.
Darum will ich dort stehen und dich halten.
Sie sagt: Ich weiß, was die Menschen an dir aussetzen.
Ich kenne alle deine Fehler.
Darum will ich dort, wo deine Fehler sind, bei dir sein.
Dort brauchst du mich am nötigsten.
Ich weiß, dass du kein Held, keine Heldin bist.
Und ich weiß, dass du Angst hast.
Ich weiß, wo dein Mißtrauen und deine Sorgen sitzen.
Darum will ich dort bei dir sein, und so, wie du bist,
bist du für mich unentbehrlich und unersetzlich,
sagt die Liebe.

(Jörg Zink)

Kerze orange Kreuz christlich
Heute Von Beate am 11.04.2026 um 13:17 | melden

….. vor vierzehn Jahren
war dies der letzte Tag
seliger Ahnungslosigkeit….

Gut, dass die Liebe bleibt.
Und trägt!

Kerze gelb lang
Aus einem April Von Beate am 11.04.2026 um 13:14 | melden

Wieder duftet der Wald.
Es heben die schwebenden Lerchen
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern schwer war;
zwar sah man noch durch die Äste den Tag, wie er leer war, -
aber nach langen, regnenden Nachmittagen
kommen die goldübersonnten
neueren Stunden,
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten
alle die wunden
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen.

Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser
über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.
Alle Geräusche ducken sich ganz
in die glänzenden Knospen der Reiser.

(Rainer Maria Rilke)

Kerze türkis hell Herz
Liebe Von Beate am 10.04.2026 um 18:44 | melden

In der Liebe zu bleiben
bedeutet Einlass zu finden
in den Raum,
wo alle Dinge eins sind

(Meister Eckhart; 1260 - 1328)

Kerze grau-blau Grabkerze
Leben XXXIII Von Beate am 09.04.2026 um 19:35 | melden

12 Fragen

1. Ist es nicht seltsam,
... dass wir vom Glück glauben, wir hätten es verdient,
aber vom Unglück denken, es wäre nicht gerecht?


2. Ist es nicht seltsam,
... dass Erfahrungen, die wir vergessen wollen, uns am längsten in Erinnerung bleiben,
aber Momente, die wir festhalten möchten, so schnell an Deutlichkeit verlieren?


3. Ist es nicht seltsam,
... dass wir darauf bestehen, für eine Sache kämpfen zu dürfen,
es aber als lästig empfinden, um etwas kämpfen zu müssen?


4. Ist es nicht seltsam,
... dass wir in guten Zeiten so voller Optimismus sind,
in schlechten Zeiten uns aber jegliche Zuversicht fehlt?


5. Ist es nicht seltsam,
... dass das Gegenteil von Liebe die Gleichgültigkeit ist,
das Gegenteil der Gleichgültigkeit aber auch der Hass sein kann?


6. Ist es nicht seltsam,
... dass wir ein Leben lang das Glück in der Liebe suchen,
anstatt das Leben zu lieben und darin unser Glück zu finden?

7. Ist es nicht seltsam,
... dass Freudentränen genauso schmecken wie die aus Schmerz und Kummer,
sie unserem Leben aber einen völlig anderen Geschmack verleihen?


8. Ist es nicht seltsam,
... dass wir es genießen, wenn wir alleine sein können,
aber daran verzweifeln, wenn wir alleine sein müssen?


9. Ist es nicht seltsam,
... dass wir von angenehmen Dingen nie genug bekommen können,
aber beim Unangenehmen sofort die Grenze erreicht ist?


10. Ist es nicht seltsam,
... dass ALLES gegeben zu haben immer noch zu wenig sein kann,
und NICHTS zu bekommen einem irgendwann zu viel wird?


11. Ist es nicht seltsam,
... dass wir viele Dinge erst richtig sehen, wenn wir unsere Augen verschließen,
und manchmal ein dunkler Schatten etwas erst ins rechte Licht rückt?


12. Ist es nicht seltsam,
... dass man etwas finden kann ohne danach gesucht zu haben,
und dass all diese Fragen eigentlich auch Antworten sind?


(© Gerhard Feil 20.11.99
Quelle: https://gegge.de/weisheiten/12fragen.php)

Kerze rost rund
Leben XXXII Von Beate am 08.04.2026 um 20:09 | melden

Ihr sollt niemals aufhören zu leben,
ehe ihr gestorben,
welches manchem passiert
und ein gar ärgerliches Ding ist.

(Jacques Offenbach; 1819 - 1880)

Kerze flieder viereckig
Leben XXXI Von Beate am 07.04.2026 um 21:23 | melden

Es gibt zwei Arten,
sein Leben zu leben:
entweder so,
als wäre nichts ein Wunder,
oder so,
als wäre alles eines.

Ich glaube an Letzteres.

(Albert Einstein)

Kerze dunkelgrün Teddy
Ostermontag und mehr Von Beate am 06.04.2026 um 19:47 | melden

Ich wage es….

an mich selbst zu glauben:
an meinen Drang nach Reife,
an meine Liebesfähigkeit,
an meine Begabung zur Freundschaft,
an meine entschiedene Ausdauer,
an meine immer neue Hoffnung.

Aber auch wenn ich versage und Fehler mache,
wenn ich unnötig verletze,
wenn ich anderen die Freiheit nehme,
wenn ich kleinkariert werde,
wenn ich mich nicht mehr erneuere,
wenn ich hart und unnahbar werde,
auch dann will ich glauben,
dass neben der Zerstörung
auch das Lebensförderliche in mir wohnt,
und ich will es hervorlocken
mit meiner Hoffnung und meinem Mut.

(Ulrich Schaffer)

Kerze grau-blau Rosenkreuz
Ostersonntag Von Beate am 05.04.2026 um 14:29 | melden

Quiero - Ich will

- Quiero que me oigas sin juzgarme
Ich will, dass du mir zuhörst, ohne über mich zu urteilen.

- Quiero que opines sin aconsejarme
Ich will, dass du deine Meinung sagst, ohne mir Ratschläge zu erteilen.

- Quiero que confíes en mí sin exigirme
Ich will, dass du mir vertraust, ohne etwas zu erwarten.

- Quiero que me ayudes sin intentar decidir por mí
Ich will, dass du mir hilfst, ohne für mich zu entscheiden.

- Quiero que me cuides sin anularme
Ich will, dass du für mich sorgst, ohne mich zu erdrücken.

- Quiero que me mides sin proyectar tus cosas en mí
Ich will, dass du mich siehst, ohne dich in mir zu sehen.

- Quiero que me abraces sin asfixiarme
Ich will, dass du mich umarmst, ohne mir den Atem zu rauben.

- Quiero que me animes sin empujarme
Ich will, dass du mir Mut machst, ohne mich zu bedrängen.

- Quiero que me sostengas sin hacerte cargo de mí
Ich will, dass du mich hältst, ohne mich festzuhalten.

- Quiero que me protejas sin mentiras
Ich will, dass du mich beschützt, aufrichtig.

- Quiero que te acerques sin invadirme
Ich will, dass du dich näherst, doch nicht als Eindringling.

- Quiero que conozcas las cosas mías que más te disgusten
Ich will dass du all das kennst, was dir an mir missfällt.

- Que las aceptes y no pretendas cambiarlas
Dass du all das akzeptierst... versuch es nicht zu ändern.

- Quero que sepas...que hoy puedas contar conmigo...
Ich will, dass du weißt.. dass du heute auf mich zählen kannst….

- Sin conditiones.
Bedingungslos.

(Jorge Bucay)

Kerze orange Davidstern
Stille XVI und Leben XXX Von Beate am 03.04.2026 um 11:31 | melden

In deinem Innern
ist eine Quelle,
die nie versiegt,
wenn du nur
zu graben verstehst.

(Marc Aurel; 121 - 180)

Kerze lila geschwungen
Geschenk Am 24.04.2023 angelegt.
Geschenk Am 07.04.2022 von Beate angelegt.
Geschenk Am 05.07.2021 von Beate angelegt.
Geschenk Am 29.06.2021 von Charlotte angelegt.
Geschenk Am 03.02.2021 von Kathrin Annegret angelegt.
Geschenk Am 06.11.2020 von Beate angelegt.
Geschenk Am 29.08.2020 von Timon und Beate angelegt.
Geschenk Am 05.08.2020 von Beate angelegt.
Geschenk Am 04.07.2020 von Beate angelegt.
Geschenk Am 01.07.2020 von ,jkhkjh angelegt.
Geschenk Am 01.07.2020 von jklj angelegt.
Geschenk Am 24.04.2020 von Kathrin Annegret angelegt.
Geschenk Am 24.04.2020 von Timon angelegt.
Geschenk Am 24.04.2020 von Beate angelegt.
Geschenk Am 18.04.2020 angelegt.
Geschenk Am 17.04.2020 angelegt.
Geschenk Am 16.04.2020 von Timon angelegt.
Geschenk Am 16.04.2020 von Beate angelegt.
Geschenk Am 25.08.2016 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 13.12.2015 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 12.07.2015 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 16.12.2014 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 08.09.2014 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 28.02.2014 von Gedenkseiten.de angelegt.
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