Von Andreas Steinhardt 15.10.2024 um 19:44 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein schönes, gar heiteres Gedicht von Hoffmann von Fallersleben - passend zum Herbst, weicher sich in den letzten Tagen von seiner kühlen und windigen Seite zeigte...
...ab morgen erwartet uns der Oktobersommer:
Nachmittagstemperaturen von bis zu 20° C sind angekündigt, mancherorts in Deutschland wird
es bei Fön noch wärmer. Wie wird heuer der Winter???
Theresia würde auch bei sehr durchwachsenem Herbstwetter nicht klagen, als gebürtige Ostpreußin war sie sehr warme Sommertage und äußerst kalte Wintertage gewohnt, sie nahm das Wetter wie es war - ein stürmischer Herbsttag konnte ihr gar nichts anhaben...
Hab Dank, du lieber Wind
von Hoffmann von Fallersleben
Ich bin in den Garten gegangen
und mag nicht mehr hinaus.
Die goldigen Äpfel prangen
mit ihren roten Wangen
und laden ein zum Schmaus.
We ist es anzufangen?
Se hängen mir zu hoch und zu fern.
Ich sehe sie hangen und prangen
und kann sie nicht erlangen
und hätte doch einen gern!
Da kommt der Wind aus dem Westen
und schüttelt den Baum geschwind
und weht herab von den Ästen
den allerschönsten und besten -
hab Dank, du lieber Wind!
August Heinrich Hugo Hoffmann von Fallersleben, *02. April 1894 in Fallersleben, Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, seit 1972 Ortsteil von Wolfsburg, +19. Januar 1894 im Kloster Corvey, heute zur Stadt Höxter, Ostwestfalen.





