Von Andreas Steinhardt 01.03.2026 um 17:41 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze am 01. März ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe.
Nach den ersten warmen Tagen bis 18° C., und das noch im Februar, machte das Wetter nun heute wieder eine kleine Kehrtwende.
Allerdings soll es in hiesigen Breitengraden spätestens Mitte der Woche wieder vorfrühlingshaft mild werden, es ist kein Regen mehr
in Sicht.
Theresia hätte sich sicherlich auch über solche Tage gefreut - aber
ob es nun März war, Juli oder Dezember - im Prinzip war es meiner Großmutter ziemlich einerlei...
Eine "Jahreszeiten-unabhängige" Frau, die sich mit glutheißem Sommer und kältestem Winter bestens arrangieren konnte. Eine
harte, wetter-erprobte Ostpreußin, welche jedem Klima trotzte...
März
von Johann Wolfgang von Goethe
Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Dass von den Blümlein allen,
Dass von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.
Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem, falschem Schein,
Die Schwalbe selber lüget,
Die Schwalbe selber lüget,
Warum? Sie kommt allein.
Sollt ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.
Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe,
* 28. August 1749 in Frankfurt am Main,
+22. März 1832 in Weimar, Großherzogtum
Sachsen-Weimar-Eisenach.
Goethe war ein deutscher Dichter, Politiker und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.





