Von Andreas Steinhardt 03.04.2026 um 12:35 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze am Karfreitag ein Gedicht von Julius Sturm.
Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen Feiertag.
Für Theresia und ihre Geschwister.
Karfreitag
von Julius Sturm
O Liebe ohnegleichen,
Die ohne Worte spricht
Aus diesem todesgleichen,
Hochheil’gen Angesicht!
Um mich hast du geworben
In heißer Leidensglut,
Für mich bist du gestorben
Und opfertest dein Blut.
Dein Bild ist mir gegeben
Zum Trost in banger Zeit,
Dein Tod verleiht mir Leben,
Dein Blut Gerechtigkeit.
O seliges Genügen
Erlöst von Schuld und Fluch,
Les‘ ich auf heil’gen Zügen
Der Gnade Segenspruch.
Julius Carl Reinhold Sturm, Pseudonym Julius Stern, *21. Juli 1816 in Köstritz, Thüringen, heutiges Bad Köstritz, Landkreis Greiz, Vogtland, +02. Mai 1896 in Leipzig.
Sturm war ein dt. Dichter der Spätromantik, zudem von 1856 bis 1885 Pfarrer von Köstritz.





