Von Andreas Steinhardt 11.05.2026 um 22:40 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein Gedicht über "die Eisheiligen" von
Ewald Patz wie einige Bauernregeln für diese Tage.
Die Reihe der Gedenktage der fünf Eisheiligen hat heute mit dem Festtag des hl. Mamertus begonnen, morgen feiern wir Pankratius.
In Norddeutschland gelten traditionell nur die ersten drei Heiligen (Mamertus, Pankratius, Servatius) als Eisheilige, während etwa ab
der Südhälfte Deutschlands auch Bonifatius und Sophia, auch genannt "die kalte Sophie" mitgezählt werden.
Im letzten Jahr waren "die Eisheiligen“ sehr gnädig, es herrschte sommerliches Wetter bei Temperaturen bis zu 24° C in unserer Region.
Ausgerechnet zu Mamertus schlug das milde und trockene Wetter gestern Nacht um - es regnete stark, bei Höchsttemperaturen am Nachmittag von 11° C. Die nächsten Tage soll es auch ähnlich kühl
und durchwachsen weitergehen.
Theresia hatte sehr gerne Bauernregeln verbreitet - sie hatte ständig die passenden parat. Hier ein paar ausgewählte Beispiele zu den Eisheiligen:
Heute zu Mamertus:
"Der heilige Mamerz hat von Eis ein Herz."
Morgen, 12. Mai - Pankratius:
"Wenn’s an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert."
13. Mai - Servatius:
"Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher sein."
"Vor Servaz kein Sommer, nach Servaz kein Frost."
14. Mai - Bonifatius:
Wenn’s an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert.
15. Mai - Sophia:
"Kalte Sophie wird sie genannt, denn oft kommt sie mit Kälte daher gerannt."
"Pflanze nie vor der Kalten Sophie."
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Die Eisheiligen
von Ewald Patz
Man nennt ihn Wonnemonat,
den wunderschönen Mai,
denn Sonne, Blüten, Düfte,
bringt er uns kostenfrei.
Jedoch ein paar Gestalten,
die spielen da nicht mit,
und stören ganz erheblich,
zu fünf oder zu dritt.
Mamertus ist der Erste,
und der gefällt mir nie.
Zum Schluss kommt eine Dame,
das Luder heißt Sophie.
Sie bringen Schnee und Kälte-
in manchen Jahren Eis,
und das vernichtet Blüten,
wie jeder Gärtner weiß.
Die Typen kommen leider
beinah`in jedem Jahr ,
wenn sie es mal versäumen,
dann ist das wunderbar.
Von der Seite "Gedichtesammlung. net, Ewald Patz, Hinweis
unter dem Gedicht: Teilen ausdrücklich erwünscht.





