Von Andreas Steinhardt 16.07.2026 um 15:07 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein schönes, kleines Sommergedicht von Theodor Fontane.
Lieben Sie den Juli? In vielen Gebieten in Deutschland ist es wieder sehr warm, die große Hitzewelle vom Juni ist noch nicht lange her. "Bitte nicht wieder!", höre ich hier und dort, im Prinzip von jedem. Ich hoffe es auch.
Laut RKI gab es nachweislich über 5000 Hitzetote in Deutschland. Die heute erwarteten Temperaturen bis 30° C hätten meiner Großmutter im Gegensatz zu mir gar nichts ausgemacht.
Gut, ich habe jetzt auch seit einer Woche diese Temperaturen lieber als noch einmal diese Bruthitze, "Kairo-City", vom Juni. Man wird durchaus "demütig"...
Theresia war der hitze-resistenteste Mensch, den ich je persönlich kannte. Selbst bei sengender Sonne und Temperaturen weit über 30° konnte sie Stunden mit Gartenarbeit verbringen, unermüdlich...
Mittag
von Theodor Fontane
Am Waldessaume träumt die Föhre,
Am Himmel weiße Wölkchen nur,
Es ist so still, dass ich sie höre,
Die tiefe Stille der Natur.
Rings Sonnenschein auf Wies und Wegen,
Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach,
Und doch, es klingt, als ström’ ein Regen
Leis tönend auf das Blätterdach.
Heinrich Theodor Fontane, *30.12. 1819 in Neuruppin, heute Kreisstadt im Lk Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg, +20.09.1898 in Berlin.
Fontane war ein dt. Schriftsteller, Journalist und Kritiker, er gilt als bedeutender Vertreter des Realismus.





