Wilhelm Remiorz

Wilhelm
Remiorz

27.05.1904
Bottrop
-
25.06.1993
Gladbeck

stimmungsbild

Gedenkkerzen | Seite 4

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März und Tod und Theodor Storm Von Andreas Steinhardt am 01.03.2020 um 15:40 | melden

Dieses Gedicht passt sicherlich gut zum Wesen meines Großvaters WIlli - ständig fröhlich, im Leid noch lächelnd - always look on the bright side of life...

Bald ist unsers Lebens Traum zu Ende
von Theodor Storm

Bald ist unsers Lebens Traum zu Ende,
Schnell verfließt er in die Ewigkeit.
Reicht zum frohen Tanze euch die Hände!
Tuts geschwinde; sonst enteilt die Zeit!

Kerze gelb kreuz
Für Wilhelm Remiorz von Andreas Steinhardt Von Andreas Steinhardt am 03.02.2020 um 20:21 | melden

Hier ein wie ich finde sehr nettes Februargedicht, gewidmet auch meinem Großvater, das zu ihm gepasst hätte:

Februar

von Ernst Lissauer, geboren am 16. Dezember 1882 in Berlin, gestorben am 10. Dezember 1937 in Wien

O seliger Anfang Februar!
Es steigt das Jahr.
Die Sonne kehrt zurück, und länger bleibt das Licht.
Ich fühle mich von stiller Kraft durchfeuert,
Die rinnend weit mir das Geblüt durchflicht,
Ich treibe wachsend Ring und Schicht,
Ich werd’ erneuert.

Kerze hellgrün geschwungen
Der Heilige Abend mit den Großeltern Von Andreas Steinhardt am 24.12.2019 um 10:57 | melden

Was wäre ein Heiliger Abend, ein Weihnachten ohne unseren lieben und so humorvollen Opa gewesen (und natürlich auch Oma Theresia)

Wir sehr freute ich mich als Kind auf die Großeltern, wenn ich kurz vor der Dämmerung an Heiligabend am Wohnzimmerfenster saß
um Ausschau zu halten, ob nicht schon die Großeltern aus dem benachbarten Stadtteil Rentfort laufend, zu sehen waren. Neugierig lukte ich in die Taschen der Großmutter, um einen Blick auf die bunten Geschenke zur erhaschen.

" Noch 2 Stunden bis zur Bescherung! Nicht auszuhalten!" dachte ich mir als Kind...was hätte ich dafür gegeben, wenigstens zu erahnen, welche Geschenke denn die Großeltern da für mich so schön verpackt hatten...

Noch immer sitzt bei mir auf der Couch der kleine braune Stoffhund, welche mir Oma & Opa zur Weihnacht 1978 (ich war 8 Jahre alt) schenkten. Ein ganz wertvolles Andenken!

Weihnachten ohne Opa, ohne die Großeltern? Unvorstellbar. Und doch war es eines Tages so weit, das der Opa nicht mehr dabei war, später auch die Oma...

Ich danke Dir Opa, Dir Oma für so viele unvergesslich schöne Heilige Abende, Weihnachten mit Euch! Ich denke heute Abend ganz fest an Euch.

Kerze rot lang
Gedicht Advent vonn Rilke Von Andreas Steinhardt am 17.12.2019 um 09:45 | melden

Ein weiteres, bekanntes Adventsgedicht, welches unserem
immer fröhlichen Großvater Willi gut gefallen hätte.
Er konnte einige Herbst/Adventsgedichte auswendig vortragen;

Advent

von Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin - bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Kerze gelb geschwungen
Für Wilhelm Remiorz von Andreas Steinhardt Von Andreas Steinhardt am 02.12.2019 um 14:15 | melden

Ein modernes, heiteres Adventsgedicht, welches unserem heiteren, äußerst humorvollem Großvater Willi gut gefallen hätte:

Dein Adventkranz

© 2017 Adventsgedichte.org
Tim Seeger GmbH

Am ersten Sonntag will ich den Kranz Dir schmücken -
sein Tannenduft soll Dich entzücken,
den zweiten wollen mit bunten Zuckerstangen wir begrüßen -
sie sollen das Leben Dir versüßen,
am dritten schenken bunte Kugeln Farbe Deinem Kranz,
am vierten leuchtet er hell, mit aller Kerzen Glanz!
Dann feiern das Weihnachtsfest wir zwei -
und ist diese Zeit dann auch vorbei:
Der Weihnachtszeit Freude und Pläsier
bleibe das ganze Jahr bei Dir!

Kerze flieder klein
Novembergedicht von Dauthendey Von Andreas Steinhardt am 05.11.2019 um 09:40 | melden

Für meinen Großvater, welcher so gern Herbstgedichte vortrug


Erster November

von Max Dauthendey (1867-1918)

Da draußen ist frühe Nebelnacht,
Die hat den Tag um Stunden bestohlen,
Hat aus den Fenstern Laternen gemacht.
Ich möchte mir den Mond herholen,
Dass ich einen hätt’, der ewig lacht,
Denn die Nacht ist wie ein schwarzes Bett.
Dort hat der Tod, wie auf Lagern aus Kohlen,
Gedankenlos als Dieb seine Ruhestätt’.

Weiß nicht, ist die Stadt draußen klein oder groß,
Ob Menschen drin hausen, oder bin ich allein,
Denn ein jeder Tag schwarz wie der Fluss fortfloss,
Und beklagt gingen viele zur Nacht hinein.

Auch Vater und Mutter haben gefragt,
Und niemandem wurde der Weg gesagt.
Auch Vater und Mutter wurden zu Stein,
Ein Stein, der sich über dem Grabe schloss.
Drauf lese ich heut’ ihre Namen bloß,
Nur noch die Namen sind beide mein.
Woher sie kamen, wohin sie gingen, -
Ich kann die Nacht nicht zum Reden zwingen

Kerze gelb Rosenkreuz
Herbstgedicht zur Kerze Von Andreas Steinhardt am 16.10.2019 um 12:58 | melden

Ich erinnere mich ans schöne lange Herbstspazerigänge durch den Wald und Feld mit meinem Großvater, der immer ein Herbstgedicht fehlerfrei parat hatte - die Erinnerung daran ist wundervoll!

Herbsthauch
(Friedrich Rückert, 1788 - 1866)

Herz, nun so alt und noch immer nicht klug,
Hoffst du von Tagen zu Tagen,
Was dir der blühende Frühling nicht trug,
Werde der Herbst dir noch tragen!

Lässt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,
Immer zu schmeicheln, zu kosen.
Rosen entfaltet am Morgen sein Hauch,
Abends verstreut er die Rosen.

Lässt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,
Bis er ihn völlig gelichtet.
Alles, o Herz, ist ein Wind und ein Hauch,
Was wir geliebt und gedichtet.

Kerze rot lang
Blätter von Rilke Von Andreas Steinhardt am 02.10.2019 um 14:08 | melden

Unser Opa Wilhelm mochte den Herbst auch sehr gerne. Ich erinner mich wie ich mit ihm an einem klaren Novembertag 1978 durch dichtes Laub stapfte, die Sonnenstrahlen schienen durch dichtes rotes Ahornlaub. Riehst Du das Laub, Andreas? fragte er mich. Dieser wundervolle Blätterduft, der den Herbst so ausmacht...
Opa Willi trug immer während des Spaziergangs mehrere Gedichte vor, ich meine ich kann mich an dieses schöne, melancholische Gedicht von Rilke erinnern:

Blätter

von Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

Die Blätter fallen,
fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Kerze lila geschwungen
Unser lustiger Opa Willi Von Andreas Steinhardt am 28.08.2019 um 20:41 | melden

Was haben wir mit unserem Großvater gelacht! Kaum ein Mensch, die ich später traf, verfügte über solch einen großen Humor wie Opa WillI! War man traurig, nicht gut drauf - er nahm einen zur Begrüßung in den Arm, freute sich so doll über den Besuch! Spätestens wenn er einen seiner Späße oder Anekdoten erzählte - ging es einem auch gut. Ach, Opa Willi! Selbst jetzt beim Texten zauberst Du mir immer noch ein Lachen aufs Gesicht!

Kerze lila geschwungen
Wie ein Held Von Andreas Steinhardt am 27.06.2019 um 13:48 | melden

Vor 2 Tagen jährte sich der Todestag meines guten Großvaters Wilhelm. Vor 26 Jahren ging er von uns. Mein Großvater sagte 1979, als der Schauspieler John Wayne starb zu mir: Die Bxxx-Zeitung schreibt: Er starb wie ein Held! Das werden sie bei mir nicht schreiben! Bei so einem Star schreiben sie das! Vielleicht schrieb es niemand, Aber: Opa, Du bist wie ein Held gestorben...seine letzten Worte die er im Krankenbett zu mir sagte waren: Wenn ich noch einmal hier heraus komme, dann trinken wir unterm Kirschbaum n Schnäpschen! und er lächelte dabei...wie ein Held...

Kerze hellgrün geschwungen
Zum Geburtstag Von Andreas Steinhardt am 31.05.2019 um 11:44 | melden

am 27. Mai 1904 erblickte der kleine Wilhelm in Bottrop das Licht der Welt. Eine Zeit, die ich nur vom Hörensagen kenne, eine Zeit, von der es recht wenige Filmberichte und Bilder gibt. Am 27. Mai jährte sich der 115. Geburtstag von Wilhelm. Das Ruhrgebiet vor 115 Jahren...fast nicht mehr zu begreifen, diese Zeit;

Kerze rosa klein
Gedicht auf schlesisch Von Andreas Steinhardt am 27.02.2019 um 16:28 | melden

Wilhelm war durch beide Elternteile von schlesichem Blute, wurde allerdings in Bottrop, Westfalen, Ruhrgebiet geboren. Die schlesische Mundart war ihm aufgrund seiner Eltern aber nicht fern.

Hier ein heiters Gedicht auf schlesischem Dialekt:

"Dar Sperlich woar, a frecher, dar flug uff olle Dächer.
Dar flug uff olle Tärme mit unverschamten Lärme.
A froaß, woas a erwischte, kemmandern gunnt a nischte.
Is sullde kees nischt assa, olls wulld `s salber frassa.
A froaß sich rund und dicke und kriggt a steif Genicke.
Und kriggt a fettes Wampla. Al wie a Putterstampla
A wurd rund und runder is ging schunt nischt mehr nunder.
A wurd immer fetter, doch fraß a immer wedder.
Noch sieba Tage froaß a. Om achta Tage Soaßa.
Mit uufgeblossna Ziepsa und kunnde nimme giepsa...

Unbekannter Verfasser

Kerze hellgrün klein
Unser heiterer Opa Von Andreas Steinhardt am 23.01.2019 um 19:10 | melden

Was vermissen wir unseren lieben Großvater!
Er hatte soviel Humor - immer einen passenden Witz zur Hand. So viel Fröhlichkeit und Lebensfreude! Dies war richtig ansteckend!

Eine seiner Anekdoten aus den 30er Jahren war:

Wilhelm ging zu seinem Metzger und bedankte sich recht herzlich für die leckeren Würste, die dieser ihm vor einigen Tagen verkauft hatte. Der Metzger entgegnete frech: Wenn es Ihnen geschmeckt hat - sagen Sie es lieber anderen - wenn es Ihnen mal nicht geschmeckt hat, dann sagens mir...

Kerze lila geschwungen
Weihnachten mit den Großeltern Von Andreas Steinhardt am 21.12.2018 um 18:48 | melden

Was wäre ein Heiliger Abend, ein Weihnachten ohne die lieben Großelterm gewesen! Wir sehr freute ich mich, wir uns als Kinder, wenn wir kurz vor der Dämmerung an Heiligabend die Großeltern zu Fuß kommen sahen, wie sie aus dem benachbarten Stadtdteil Rentfort zu uns liefen. Neugierig lukte ich als Kind in die Taschen der Großmutter, um einen Blick auf die bunten Geschenke zur erhaschen.

" Noch 2 Stunden bis zur Bescherung! Nicht auszuhalten!" dachte ich mir als Kind...was hätte ich dafür gegeben, wenigstens zu erahnen, welche Geschenke denn die Großeltern da für mich so schön verpackt hatten...

Weihnachten ohne die Großeltern? Unvorstellbar. Und doch war es eines Tages so weit, das der Opa nicht mehr dabei war, später auch die Oma...

Danke, Opa Wilhelm, Oma Theresia für so viele schöne Heilige Abende, Weihnachten mit Euch!

Kerze lila geschwungen
Opa und die Späße Von Andreas Steinhardt am 25.09.2018 um 19:42 | melden

"Ich muss Dir einmal einen Spaß erzählen - so begann unser Opa immer, wenn er einer seiner vielen erlebten Anekdoten preisgeben wollte. Was haben wir Enkel gelacht! Seine Lustigen Erlebnisse des Alltags, sei es beim Bäcker um die Ecke passiert oder im Urlaub.
Was hatten wir Enkel Freude mit unserem heiteren Opa - imemr war er gut gelaunt, pfiff ein Liedchen, sang, strahlte übers ganze Gesicht...

Kerze rot lang
Somemr mit Opa und Oma Von Andreas Steinhardt am 08.08.2018 um 20:35 | melden

Was war das schön...die Sommer in den 70ern als Kind, die 80er
als Kind und Jugendlicher. Ich sehe noch unseren Opa im Garten, sein Lieblingsplatz war - wie der der Oma - im Schatten der alten Kirsche. Opa erzählte sehr viel aus seiner Kindheit, seiner Jugend, was äusserst interessant war - und doch aus einer Zeit, die ich mir als Kind schwer nur vorstellen konnte. Opa spielte Fußball mit mir, am Gartentisch unterhielten wir uns über unseren Lieblingsclub
FC. Schalke 04 und spielet Brettspiele.

Was würde ich geben, solch einen glücklichen Moment aus den Kindheitstagen mit Opa (und Oma) noch einmal zu erleben!

Uns bleibt die Erinnerung - uns bleiben die alten Bilder .- um noch einmal in diese Zeit, diese Moomente einzutauchen.

Die Jahre 1978 und 1979 waren die glücklichsten meiner Kindheit. - Wie gerne würde ich diese - mit Opa und Oma noch einmal erleben!

Mir bleibt die Erinnerung, die Bilder, die aus der Zeit stammen, um für einen Moment abzutauchen in diese wunderbare Zeit...

Kerze rosa kreuz
Heute vor fünfundzwanzig Jahren ging Wilhelm von uns Von Andreas Steinhardt am 25.06.2018 um 20:24 | melden

Heute, an einem schönen warmen Junitag 1993, ging Wilhelm von uns Oder besser gesagt: Er ging voraus.
Mein Großvater sagte einmal über eine Zeitungsanzeige zum Tode eines großen US-Schauspielers, die "Er starb wie ein Held" lautete:
"Das wird man über mich nicht schreiben, wenn ich mal sterbe - das macht man nur bei solch einem Weltstar!"
Es stand zwar nicht so in den Gazetten. aber:
Opa, Du starbst wie wie Held.

Kerze hellgrün Kreuz christlich
Für meinen lieben Großvater Von Andreas Steinhardt am 12.06.2018 um 14:09 | melden

Was war Wilhelm für ein toller Mensch! So humurvoll, witzig, so redseelig, immer so fröhlich! Wir Enkel hatten viel Freude an diesem Großvater!

Kerze lila geschwungen
Für Wilhelm Remiorz von Gedenkseiten.de Von Gedenkseiten.de am 12.06.2018 um 13:43 | melden

Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen. Das Redaktionsteam.

Kerze rost lang