Franz Steinhardt

Franz
Steinhardt

26.03.1926
Gladbeck
-
15.03.1986
Gladbeck

stimmungsbild

Gedenkkerzen | Seite 4

Kerze anzünden

Hier sehen Sie alle 283 Gedenkkerzen, welche für Franz Steinhardt angezündet wurden. Entzünden auch Sie eine Gedenkkerze.

Novembertag Von Andreas Steinhardt am 22.11.2021 um 19:09 | melden

Heute war ein strahlender, aber kalter Novembertag. Franz hätte dieser Tag sicher sehr gefallen. Morgen sieht es schon wieder ganz anders aus, der Tag soll mit Nebel beginnen.

Zur Gedenkkerze ein Gedicht von Christian Morgenstern:

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
Drängt die Welt nach innen.
Ohne Not geht niemand aus,
Alles fällt in Sinnen.
Leiser wird die Hand, der Mund,
Stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
Träumen Mensch und Erde.

(Christian Morgenstern, * 6. Mai 1871 in München-Schwabing, + 31. März 1914 in Untermais, Tirol)

Kerze flieder geschwungen
Franz und Heinz Erhardt Von Andreas Steinhardt am 04.11.2021 um 17:48 | melden

Zur Gedenkkerze ein Gedicht von Heinz Erhardt, den Franz über alles liebte. Er konnte bei seinen Auftritten und Filmen Tränen lachen...ich mag auch diesen schönen, alten Humor Erhardts.

Herbstgedicht

von Heinz Erhardt

Wenn Blätter von den Bäumen stürzen,
Die Tage täglich sich verkürzen,
Wenn Amseln, Drossel, Fink und Meisen
Die Koffer packen und verreisen,
Wenn all die Maden, Motten, Mücken,
Die wir vergaßen zu zerdrücken,
Von selber sterben,
So glaubt mir,
Es steht der Winter vor der Tür.
Ich laß ihn stehn, ich spiel ihm einen Possen,
Ich hab die Tür verriegelt und gut abgeschlossen,
Der kann nicht rein, ich hab ihn angeschmiert:
Ja, jetzt steht der Winter vor der Tür ... und friert.

Kerze rot lang
Oktobersturm von Morgenstern Von Andreas Steinhardt am 19.10.2021 um 19:59 | melden

So allmählich kommen etwas ungemütlichere Oktobertage, mein Vater Franz stand da völlig drüber. Er war quasi wetterresistent. Es gab für ihn kein schlechtes Wetter, im Gegenteil, ihn zog Regen, Sturm und Gewitter magisch an...vererbt an mich...

Passend vielleicht dazu dieses kleine Gedicht von Morgenstern:
(Christian Morgenstern (* 6. Mai 1871 in München - + 31. März 1914
in Untermais, Tirol)

Oktobersturm

Schwankende Bäume
im Abendrot -
Lebenssturmträume
vor purpurnem Tod -

Blättergeplauder -
wirbelnder Hauf -
nachtkalte Schauder
rauschen herauf.

Kerze dunkelgrün lang
Zum Herbstanfang Von Andreas Steinhardt am 21.09.2021 um 18:50 | melden

Zum morgigen Herbstanfang (22.09., 21:21 h) ein sehr bekanntes Gesicht von Rainer Maria Rilke, welches ich auch schon zu Schulzeiten kannte:

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Kerze rosa geschwungen
Septembertag von Morgenstern Von Andreas Steinhardt am 01.09.2021 um 20:09 | melden

Zum Septemberbeginn ein Gedicht von Christian Morgernstern. Mein Vater Franz liebte wie ich auch den Herbst, der nun in ganz langsamen Schritten Einzug erhalten wird. Franz kam allgemein mit jeder Jahreszeit gut klar, aber meines Wissens mochte er den Herbst besonders. Im Sommer versteckte er sich - wie auch ich - eher vor der heißen Sonne unter einem schattigen Baum, den Herbst zelebrierte er aber ähnlich mir. Das bunte Laub, die kühleren Tage, das Wolkenspiel und den Wind...diese schöne (positive) Melancholie!

Christian Morgenstern (* 6. Mai 1871 in München; + 31. März 1914 in Untermais, Tirol) war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Übersetzer. Besondere Bekanntheit erreichte seine komische Lyrik, die jedoch nur einen Teil seines Werkes ausmacht. Ich erinner mich zurück, das ich zu Schulzeiten immer wieder Gedichte von Morgenstern lesen und interpretieren musste.

Septembertag

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt;
wenn das kristallene Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit ...

Kerze rot lang
Franz und der Krieg Von Andreas Steinhardt am 21.08.2021 um 17:48 | melden

Nie sprach mein Vater über seine Erlebnisse im 2. Weltkrieg. Als ganz junger Soldat wurde Franz zur Kriegsmarine einberufen, lag mit einem Schiff vor der Insel Texel. Ich hätte gerne mehr erfahren, was ihm damals wiederfahren ist. Aber mein Vater schwieg. Als sich in den frühen 80er Jahren ein alter Soldatenkamerad aus Hannover meldete, welcher ein Wiedersehen mit einigen anderen der Einheit organisieren wollte, lehnte Franz dies ab. Man muss respektieren, das mein Vater nie über seine Erlebnisse der Kriegszeit sprechen wollte.

Kerze hellgrün geschwungen
Sturmflut - Gedenken an die Opfer Von Andreas Steinhardt am 23.07.2021 um 22:23 | melden

In Gedenken an die vielen Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz, NRW und auch dem BGL und anderen Teilen Bayerns wie dem Salzburger Land ein altes Gedicht von Felix Dörmann, * 29. Mai 1870 in Wien, + 26. Oktober 1928 in Wien.

Meine Familie und ich trauern um die Todesopfer, fühlen mit den Hinterbliebenen, und bitten um Kraft und Hilfe für die unzähligen Flutgeschädigten. Auch wir, ich persönlich, kenne mehrere von der Flut geschädigte Opfer im Rheinland, dessen Hab und Gut mit den Wassermassen mitgerissen wurde.

Sturmflut

Gleichwie des Meeres Wogen dann und wann,
Den Damm zerreißend, mächtig überfluten,
Erscheinen jedem Menschen auch Minuten
Wo er sein Elend nicht verschweigen kann.
Sich selber überstürzend, naht es dann,
Aufwachen Qualen, die nur scheintot ruhten,
Vernarbte Wunden fangen an zu bluten,
Und es zerbricht des Schweigens starrer Bann.
Und wie das Meer, gepeitscht, der Stürme Spiel,
Aufrast und tobt und um Erlösung schreit,
So gellt der Mensch sein namenloses Leid
Hinaus zur Welt, wenn nur der Bann erst fiel.
Und rast und tobt und eher schweigt er nicht,
Als bis er todesmatt zusammenbricht.

Kerze dunkelblau rund
Junigedicht Von Andreas Steinhardt am 22.06.2021 um 17:45 | melden

Zur Kerze ein schönes, langes Gedicht von Erich Kästner, das Franz sicherlich gefallen hätte:

Der Juni
von Erich Kästner

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.
Kaum schrieb man sechs Gedichte,
ist schon ein halbes Jahr herum
und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,
die süßen wie die sauern.
Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,
so sehr wir es bedauern.

Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.
Aus Herrlichkeit wird Nahrung.
Aus manchem, was das Herz erfuhr,
wird, bestenfalls, Erfahrung.

Es wird und war. Es war und wird.
Aus Kälbern werden Rinder
und, weils zur Jahreszeit gehört,
aus Küssen kleine Kinder.

Die Vögel füttern ihre Brut
und singen nur noch selten.
So ists bestellt in unsrer Welt,
der besten aller Welten.

Spät tritt der Abend in den Park,
mit Sternen auf der Weste.
Glühwürmchen ziehn mit Lampions
zu einem Gartenfeste.

Dort wird getrunken und gelacht.
In vorgerückter Stunde
tanzt dann der Abend mit der Nacht
die kurze Ehrenrunde.

Am letzten Tische streiten sich
ein Heide und ein Frommer,
obs Wunder oder keine gibt.
Und nächstens wird es Sommer.

Kerze rot lang
Goethe und der Mai Von Andreas Steinhardt am 29.05.2021 um 21:39 | melden

Ein schönes Maigedicht zur Gedenkkerze für meinen Vater:

Mai
von Johann Wolfgang von Goethe:

Leichte Silberwolken schweben
durch die erst erwärmten Lüfte,
mild, von Schimmer sanft umgeben
blickt die Sonne durch die Düfte.
Leise wallt und drängt die Welle,
sich am reichen Ufer hin, und wie
reingewaschen helle, schwankend
hin und her und hin, spiegelt sich
das junge Grün.

Kerze hellgrün geschwungen
Gedicht Frühlingsluft Von Andreas Steinhardt am 16.04.2021 um 14:10 | melden

Gedicht

Frühlingsluft
von

Cäcilie Zeller - geboren: 23. Aug. 1800 in Halberstadt,
gestorben: 24. März 1876 · Halle an der Saale

Frühling, Odem der Liebe,
Wehest selig mich an!
Überströme mich,
Frühlingsduft!
Trinken möcht ich dich,
Süsse Luft!
Wie es wehet und waltet,
Wie sichs regt und entfaltet!
Wie die Schwingen sich heben
In dem blühenden Leben!

Wie aus der Morgenröte der Tau
Perlend hernieder sich senkt,
Freundlich auf frischer, duftender Au
Halmen und Blüten tränkt;
Schwebst du aus ewgem Gefild,
Frühling, lieblich hernieder,
Zeigst uns himmlische Brüder
Lächelnd im irdischen Bild.

Kerze lila geschwungen
Zum heutigen Geburtstag Von Andreas Steinhardt am 26.03.2021 um 13:24 | melden

Heute vor 95 Jahren, auch einem Freitag, wurde Franz um 12:10 h in seinem Elternhaus in Gladbeck-Ellinghorst, Maria-Theresien-Straße, geboren.

Was für eine Zeit mag das gewesen sein - 1926 - ich kann sie mir kaum vorstellen. Kein TV, keine Rock- und Popmusik, wenige Autos, MANN ging mit Hut, Anzug und Schlips auf die Straße...

Deutschland wurde 1926, zur Zeit der Weimarer Republik, in den sich um einen dauerhaften Frieden bemühten Völkerbund einstimmig aufgenommen.

Außenminister Gustav Stresemann erhielt zusammen mit dem frz.
Außenminister Briand den Friedensnobelpreis. Man bedenke, was nur 7 Jahre später in Deutschland für eine Herrschaft begann...

Die amerikanische Schwimmsportlerin Gertrude Ederle ging als erste Frau in die Sportgeschichte ein, weil sie den Ärmelkanal durchschwamm. Sie benötigte 14,5 Stunden, eine Zeit, die die des bisherigen Weltmeisters übertraf.

Am 29. Dezember starb einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter: Rainer Maria Rilke.

In der Türkei wurde 1926 das Haremsystem abgeschafft.

Kerze flieder geschwungen
Zu heutigen Todestag Von Andreas Steinhardt am 15.03.2021 um 17:26 | melden

Siehe auch bitte die Gedenkkerze vom vorherigen Tag.

(...) Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt,
wird leben, auch wenn er stirbt. Und wer lebt und an mich glaubt,
wird niemals sterben.(...)

Johannes, 11, 25-26, Neue Evangelistische Übersetzung

Kerze flieder dünn
Zum Todestag am Montag Von Andreas Steinhardt am 14.03.2021 um 19:28 | melden

Am Sonntag vor nunmehr 35 Jahren verstarb Franz plötzlich und unerwartet mit 59 Jahren, elf Tage vor seinem 60. Geburtstag an einem zweiten Infarkt. Ich als sein jüngster Sohn war gerade einmal 16 Jahre alt. Franz hatte Nachmittags, an einem schönen, sonnigen Märztag unseren großen Garten schön für das Frühjahr gemacht. Ich sah ihn gegen 16 Uhr das letzte Mal, verabschiedete mich, und fuhr an diesem ersten Osterferien-Wochenende mit dem Rad in unsere Stadt, um mich mit Freunden zu treffen. Franz starb um 21 Uhr, indem er in unserer Wohnung umfiel wie ein Stein. Meine Mutter war allein mit ihm. Gegen 22 Uhr, das war mein genehmigtes Ausgehende, kam ich an unserem Haus wieder an. Ich wunderte mich, warum mehrere Autos unserer Verwandten in der Einfahrt parkten. Mein ältester Bruder stand an der Straße und begrüßte mich mit wässrigen Augen und den Worten ...Na, Bruder.......das irgend etwas nicht stimmt, war mir klar. Alle Möglichen Konstellationen des Schreckens schossen mir in den Sekunden des Schweigens durch den Kopf. Nach mir endlosen vorkommendenen 4-5 Sekunden, indem ich meinen Bruder groß und schweigend anschaute, sagte er zu mir.... Der Papa hatte wieder einen Herzinfarkt.........der Papa lebt nicht mehr...

Kerze rot lang
Lauer Märzwind Von Andreas Steinhardt am 27.02.2021 um 22:24 | melden

Wie ich schon öfter hier berichtete kam Franz mit jeder Jahreszeit prima zurecht. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob er mehr den Sommer oder Winter liebte. Er zelebrierte auf ganz eigene Weise jede Jahreszeit. Als Sohn liebe ich am meisten den Herbst und den Winter, ich traf aber auch im Leben Gleichgesinnte, die man häufiger findet als man so denkt. Man ist deswegen nicht depressiver als andere, es ist eine ganz besondere Liebsebeziehung zur kühleren und dunkleren Jahreszeit. Vielleicht weill ich ja ein Januarkind bin...

Der März war der Geburts- und Sterbemonat von Franz. Davon in Kürze mehr.

Georg Stolzenberg, 1857-1941

Lauer Märzwind
von Georg Stolzenberg

Lauer Märzwind
jagt verspätete Flocken.

Von unten
gegen die schwarze Erddecke
drücken lebendige Finger.

Unruhig laufen die Menschen,
die Tiere.

Fern,
immer näher rauscht
die Springflut
von Licht
und Glück.

Kerze gelb klein
Winternacht Von Andreas Steinhardt am 11.02.2021 um 23:07 | melden

Dieses Gedicht, passend zum hohen Schnee und der großen Kälte derzeit im Ruhrgebiet, die wir so in Kombination seit 10 Jahren nicht mehr hatten. Mich erfreuts als Winterkind, Franz hätte es sicherlich auch toll gefunden. Er konnte mit jedem Wetter etwas anfangen, zelebrierte im Prinzip jede Jahreszeit...aber den Herbst und Winter doch ein bisschen mehr!

Winternacht

von

Nikolaus Lenau, eigentl. Nikolaus Franz Niembsch,
Edler von Strehlenau
* 13. August 1802 in Csatád, Königreich Ungarn, + 22. August 1850 in Oberdöbling, heute Stadt Wien)

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fortgeschritten!

Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
Den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! friere mir ins Herz hinein,
Tief in das Heißbewegte, wilde!
Dass einmal Ruh mag drinnen sein,
Wie hier im nächtlichen Gefilde!

Dort heult im tiefen Waldesraum
Ein Wolf; – wie’s Kind aufweckt die Mutter,
Schreit er die Nacht aus ihrem Traum
Und heischt von ihr sein blutig Futter.

Nun brausen über Schnee und Eis
Die Winde fort mit tollem Jagen,
Als wollten sie sich rennen heiß:
Wach auf, o Herz, zu wildem Klagen!

Lass deine Toten auferstehn,
Und deiner Qualen dunkle Horden!
Und lass sie mit den Stürmen gehn,
Dem rauhen Spielgesind aus Norden!

Kerze lila geschwungen
An den Winter Von Andreas Steinhardt am 16.01.2021 um 15:37 | melden

Ein Gedicht für Franz, meinem Vater, welches ihm sicherlich gefallen hätte. Franz kam mit jeder Jahreszeit zurecht, es gab bei ihm kein Murren über Kälte, Regen oder zu heißem Wetter.

An den Winter
von Elisabeth Kulmann *1808, +1825,
deutsch-russische Dichterin aus St. Petersurg)

Willkommen, lieber Winter.
Willkommen hierzuland!
Wie reich du bist mit Perlen
Spielst du, als wär es Sand!

Den Hof, des Gartens Wege
Hast du damit bestreut;
Sie an der Bäume Zweige
Zu Tausenden gereiht.

Dein Odem, lieber Winter,
Ist kälter, doch gesund;
Den Sturm nur halt im Zaume,
Sonst macht er es zu bunt!

Kerze hellgrün lang
Jahreswechsel Von Andreas Steinhardt am 30.12.2020 um 19:38 | melden

Ich erinnere mich an viele tolle Silversterfeiern meiner Kindheit, die meine Mutter immer ganz besonders schön zu gestalten wusste. Eher ein bisschen amerikanisch als typisch deutsch, mit gemeinsamen Gesang um Mitternacht und Wunderkerzen. Franz zündete ab 18 Uhr stündlich und pünktlich zur vollen Stunde eine Rakete im Garten, er sagte, das gehöre zu seinem Ritual, das alte Jahr auch wirklich zu verscheuchen...es gab meistens bei uns einen ausgesprochen leckeren Kartoffelsalat, dazu Wienerle und wahlweise auch Stangenbrot mit Lachs und ein Aal wurde ebenfalls serviert.

Den Besucher*innen der Seite meines Vaters Seite wünsche ich nach diesem furchtbaren Jahr für das kommende Jahr 2021 vor allem gute Gesundheit und Zuversicht. Alles Liebe!

Gedicht Jahreswechsel
von Fritz Kukuk
*09.06.1905 in Himmighausen, heute Stadt Nieheim, Ostwestfalen
+ 24.12. 2987 in Himmighausen
Verwandt mit meiner Partnerin

Die Zeit vergeht. Die Uhr rückt vor
und wieder öffnet sich ein Tor
zu einem neuen Jahr.
Sehnsüchtig schaust du in das Licht,
das dir daraus entgegen bricht,
So hoffnungsvoll und klar.

Das alte Jahr verebbt, verrint,
verfliegt mit dem Dezemberwind
in uferlose Weiten.
Was es dir auch an Wunden schlug
und was dein Herz an Weh ertrug,
war nur ein Wegbereiten.

Kerze rot lang
Die Weihnachtskatze Von Andreas Steinhardt am 22.12.2020 um 20:12 | melden

Wie immer zur Weihnacht die schöne Geschichte, welche sich am 24.12.1976 zutrug - hierzu finden Sie unter der Rubrik Bilder ein Foto von Gerdas Katze, unserer Mieze sowie das damals festlich geschmückte Wohnzimmer an Heiligabend 1976....

Diese Weihnacht wird für uns alle eine sehr einschneidende, eine Weihnacht, wie wir sie noch nicht erlebt haben. Gerade deshalb erinnere ich mich besondes gerne an die schönen Weihnachten meiner Kindheit und ganz speziell an diese!

24.12.1976: Ich war 6 Jahre alt, ich erinnere mich an einen kalten Tag, aber schneefrei. Niemand durfte vor der Bescherung ins Wohnzimmer gehen, und doch lukte ich als Kind oft heimlich durch das Schlüsselloch, konnte die Lichter am Baume sehen und einen Teil der Geschenke, die unter dem festlich geschmückten Christbaum lagen. Irgendwann klang ein Glöckchen. Ich weiß bis heute nicht, wer es immer aus meiner Familie läutete, denn ich verlor in meiner Aufregung auch ein wenig den Überblick. Meine Mutter Gerda hatte am späten Nachmittag das Wohnzimmer schon festlich geschmückt und bei Einbruch der Dämmerung warme und kalte Speisen für den Abend zubereitet - das ganze Haus war schnell erfüllt von dem leckerem Duft.

Ich war schon unglaublich aufgeregt, schaute zur „Entspannung‘‘ die Sendung „Wir warten aufs Christkind“ und freute mich auf mein erstes Kettcar, welches ich mir sehnsüchtig gewünscht habe.
Kurz vor der Bescherung maunzte ein kleines, schwarzes Ding vom Fenstersims, schaute mit ihren großen grünen Augen in das Küchenfenster herein als ob sie sagen würde:
"Es riecht sooo lecker! Gebt mir doch auch ein Stück ab von diesen köstlichen Speisen" -

"EINE KATZE! EINE KATZE!" Wir Kinder waren außer uns vor Freude. "Da sitzt eine kleine Katze an unserem Fenster! Ach, lasst sie uns doch hinein holen!" - Unsere Eltern waren zunächst dagegen, was man als 6-jähriger Junge natürlich nicht nachvollziehen kann.

Mutter fügte noch hinzu: "Wer weiß, wo sie herkommt! Wem sie gehört! Vielleicht ist sie krank!‘‘
Nichts desto trotz liefen wir Kinder rasch nach draußen, nahmen die kleine schwarze Katze auf den Arm und streichelten sie. Heimlich trugen wir sie in den Hausflur, gaben ihr etwas Milch. Sofort taufte ich sie auf den Namen Mieze. Vom älteren Bruder kam keinerlei Einspruch...also ab sofort hieß sie „Mieze!“

Mieze, welche sich von nun an immer in der Nähe unseres Hauses aufhielt, kam in den folgenden Weihnachtstagen immer wieder zu uns, maunzte schon morgens früh auf dem Fenstersims und schaute in die Küche. Ich rannte sofort hinaus um Mieze zu streicheln, mit ihr im Garten zu spielen, sie folgte mir auf Schritt und Tritt.

Manchmal ließen wir Kinder Mieze heimlich ins Haus und fütterten sie und wir zeigten ihr jeden Raum...

Von diesem Tag an, dem 24.12.1976, blieb Mieze bei uns. Warum sie uns an Heiligabend zulief, ob sie jemand ausgesetzt hatte - blieb etwas nebulös. Es gab die Mutmaßung, das ein uns gut bekannter Verkäufer des hiesigen Supermarktes die kleine Katze ganz bewusst an Heilgabend bei uns aussetzte. Er sprach er uns im Herbst im Markt an, ob wir nicht eine kleine Katze haben möchten - seine Katze hatte einen Wurf. Meine Eltern wollten dies aber nicht…

Clever, die Katze am Heiligen Abend in einem Haushalt mit Kindern quasi als Geschenk auf unser Küchenfenstersims zu setzen…vielleicht auf die „Barmherzigkeit“ der Eltern zu hoffen…klappte ja auch…zumindest wenig später…

Nach ein paar Wochen stimmten unsere Eltern zu, das Mieze bei uns bleiben durfte. Was für eine Freude für mich, für uns! Mieze lebte viele Jahre bei uns, sie war eine Draußen & Drinnen-Katze. Sie wurde meine beste Freundin, die gesamte Kindheit über. Was hat sie mir Freude bereitet, uns allen! Natürlich hatte auch Gerda Sophia sehr viel Spaß mit unserer Mieze. So ein liebes Wesen und von so hoher Intelligenz.

Mieze gebar einige Junge, wir gaben sie später an andere Familien ab, einmal durfte ich 2 Kater behalten - einer blieb bei uns, das andere Tier wurde zum Wohnungskater meines ältesten Bruders.
Wunderschön als Kind, kleine Katzen aufwachsen zu sehen, wie sie die Mutterkatze lehrt, sie im Garten im Sonnenschein herumtollen...

Manchmal begleitete Mieze mich morgens zur nahen Grundschule, schlich unauffällig in einem gewissen Abstand hinter mir her - manchmal wartete sie schon auf mich an unserer Haustür nach dem Schulunterricht, kam mir maunzend entgegen...

Wie schon oben erwähnt: Unter der Rubrik Bilder findet ihr, finden Sie ein Bild von unserer Mieze...und das damals festlich geschmückte Wohnzimmer an Heiligabend 1976.
Die Katze die an Weihnachten kam - hat meine große Liebe besonders zu Katzen, aber auch zu allen Tieren sicherlich geprägt.

Ich hoffe, wir sehen auch alle unsere lieben Haustiere eines Tages einmal wieder - ich freue mich auf Mieze!

Allen, die in diesen Tagen auf meines Vaters Gedenkseite zu Gast waren und diese Geschichte gelesen haben, wünsche ich trotz der derzeit furchtbaren Lage eine schöne und gesegnete Weihnacht. Falls sie aktuell oder früher einen lieben Menschen verloren haben, an den sie an diesem Heiligen Abend, an diesen Weihnachtstagen besonders viel denken, sie/ihn gerade an den Weihnachtstagen furchtbar vermissen, wünsche ich viel Kraft. Ich wünsche mir, das sie in den kommenden Tagen viel Liebe und Stärke verspüren, das sie ihren Verlust - ich hoffe im Kreise Ihrer anderen Lieben, mit einem Lächeln in den Tränen, so nenne ich es immer, ertragen können. Ich weiß nicht, ob sie ein gläubiger Christ sind oder nicht, das spielt auch keine Rolle, zumindest ich glaube fest daran, das der Mensch, um den sie trauern, heute auch bei Ihnen ist. Irgendwie. Er/Sie ist nicht weg, sondern anwesend, nur nicht sichtbar. Und möchte nicht, das sie trauern, sondern lächeln - trotz Tränen im Gesicht, im Weihnachtssturm dieser für uns alle schrecklichen Tage. Alles Liebe für Sie! Bleiben Sie gesund!

Kerze flieder geschwungen
Nikolaus mit Plastikmaske Von Andreas Steinhardt am 06.12.2020 um 18:57 | melden

Ich erinnere mich gerne zurück als Kind, an den Nikolausabend.
Es war fast so aufregend wie der Heilige Abend, schließlich gab es ja neben den Naschereinen ein oder zwei kleine Geschenke, beispielshalber ein kleines Spielzeugauto. Meine Mutter rief gen Dämmerung gespielt aufgegeregt: Der Nikolaus! Ich glaube ich habe draußen den Nikolaus gesehen! Nun, das einzig erschreckende darran war, das die Nikolausmaske die mein Vater trug, sehr gruselig aussah. Eine Maske aus Plastik, heute würde man diese gut in einem Horrorstreifen verwenden können...mein Vater trat nah an das Wohnzimmerfenster heran und blickte rein, bis ich 5 Jahre alt war, hielt ich diese Gestalt mit der furchteinflößenden Maske wirklich für den Nikolaus...die Geschenke entschädigten dann doch für den kleinen Schrecken...

Kerze hellgrün geschwungen
Novembertage Von Andreas Steinhardt am 08.11.2020 um 18:45 | melden

Franz hatte keine Scheu vor grauem, stürmischen, regnerischen Novembertagen. Im Gegenteil, er ging auch gerne im Sturm spazieren, schaute sich dabei den tobenenden Himmel an, die sich biegenden Baumwipfel, und genoß es sichtlich. Wie ein bekannter Wetterfrosch einmal sagte: Nichts ist für einen Meteorologen langweiliger als ein Himmel, an dem sich nichts tut, wie beispielshalber an immer gleichen Sommertagen. Ich sehe es ähnlich, ich liebe wie mein Vater die stürmischen Herbsttage, gehe auch gern bei Regen und Sturm im Freisennerz spazieren. Nun, die momentan sehr schönen Novembertage kann ich natürlich genießen, aber ich habe
auch keine Scheu vor grauen Novembertagen...

Kerze rot lang
Herbsttag Von Andreas Steinhardt am 05.10.2020 um 20:28 | melden

Franz liebte den Herbst, wie auch ich. Er konnte aber mit jeder Jahreszeit etwas anfangen. Im Herbst ging er auch gern im Sturm spazieren und schaute sich das wilde Wolkenspiel an...
Das folgende Gedicht von Rilke habe ich schon zu frühen Schulzeiten lesen müssen, ich erinnere mich, das ich es mit meinem Vater gemeinsam las.

Herbsttag

von Rainer Maria Rilke

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süsse in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, deutsch-österr. Dichter)

Kerze lila geschwungen
Der erste Enkel Von Andreas Steinhardt am 09.09.2020 um 21:13 | melden

Heute vor 37 Jahren, am 09.09.1983 wurde Franz erster Enkel Lars geboren. Unser Vater weckte uns alle in der Nacht, gegen 3:00 h früh, um uns mitzuteilen das Lars geboren wurde - und wohlauf ist.
Für mich als 13-jähiger Onkel begann eine ganz tolle, aufrgende Zeit -
in Baby war in der Familie! Das erste Baby in der Familie seit meienr Geburt...es war, als hätte ich ein Brüderchen bekommen. Franz war unglaublich stolz auf seinen ersten Enkel - den er leider nur 2 1/2 Jahre in die Arme schließen konnte, dann starb unser Vater...

Kerze hellgrün geschwungen
Der Apfelbaum Von Andreas Steinhardt am 01.09.2020 um 19:20 | melden

Mein Vater Franz liebte jede Jahreszeit, kein murren über Hitze, Sturm oder Kälte. Er konnte sehr heiter sein, und dieses schöne, heitere Gedicht hier hätte ihm sicherlich sehr gefallen:

September – Der Apfelbaum
von Robert Reinick, * 1805 in Danzig, + in Dresden 1852

Der Apfelbaum, das ist ein Mann!
Kein andrer gibt so gern wie der.
Im Winter, wenn man schüttelt dran.
Da gibt er Schnee die Fülle her.
Im Frühling wirft er Blüten nieder,
Im Sommer herbergt er die Finken;
Jetzt streckt er seine Zweige nieder,
Die voller Frucht zur Erde sinken.
Drum kommt! und schüttelt was ihr könnt,
Ich weiß gewiss, dass er’s euch gönnt.

Kerze rot lang
Ein Sommergedicht Von Andreas Steinhardt am 02.08.2020 um 19:22 | melden

Dieses Sommergedicht hätte Franz sicherlich gefallen:

(von Johann Wolfgang von Goethe)

Der Sommer folgt. Es wachsen Tag und Hitze,
und von den Auen dränget uns die Glut;
doch dort am Wasserfall, am Felsensitze
erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.

Der Donner rollt, schon kreuzen sich die Blitze,
die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,
dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;
doch Liebe lächelt unter Sturm und Wettern.

Kerze hellgrün geschwungen
Sommergedicht Von Andreas Steinhardt am 28.06.2020 um 16:21 | melden

Hier ein Gedicht, welches meinem Vater sicher gefallen hätte.

Er zelebrierte zwar nicht den Sommer wie meine Mutter, er nahm
jede Jahreszeit wie sie kam - ohne zu murren. Im Gegenteil,
selbst bei sehr stürmischem Wetter zog es ihn gerade auf den nahegelegenen Feldweg, um sich den Himmel ganz genau anzusehen.Wind, Nebel, Sturm, Gewitter zog ihn magisch an.
Ich tue es ihm gleich.

Guter Rat
(von Theodor Fontane)

An einem Sommermorgen
da nimm den Wanderstab,
es fallen deine Sorgen
wie Nebel von dir ab.

Des Himmels heitre Bläue
lacht dir ins Herz hinein
und schließt, wie Gottes Treue,
mit seinem Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe
und Halme von Segen schwer,
dir ist, als zöge die Liebe
des Weges nebenher.

So heimisch alles klingt
als wie im Vaterhaus,
und über die Lerchen schwingt
die Seele sich hinaus.

Kerze lila geschwungen
Franz und wie er zur Krise heute stehen würde Von Andreas Steinhardt am 18.05.2020 um 22:34 | melden

Wie hätte Franz auf die momentane Krise reagiert? Ich denke gelassen. Er hätte nicht viel darüber geredet, aber alle Regeln natürlich befolgt. Schaute er früher die Nachrichten, auch die Schreckensmeldeungen, hat er eigentlich nicht wirklich darauf reagiert. Auch auf Nachfragen zu plötzlichen Ereignissen reagierte er im Prinzip nicht. Er fraß, sozusagen, alles in sich hinein und machte es im Inneren mit sich selber aus.
Ist das richtig so? Vielleicht hätte er mehr reden sollen. Vielleicht bekam er deshalb den tödlichen Infarkt mit 59 Jahren, durch inneren Anstau von Ereignissen, privat wie weltweit...?

Kerze rot lang
Das etwas andere Osterfest Von Andreas Steinhardt am 09.04.2020 um 14:42 | melden

Die Erinnerung an viele wunderbare Osterfeste mit dem vater, den Eltern, den Großeltern bleibt für immer tief in mir. Nun, mir ist an diesem kommenden, sehr besonderen Osterfest 2020 nicht nach Fröhlichkeit zumute, man kann nicht alle Lieben treffen, keine Osternachtsesse mit anschließendem Osterfeuer uns Singen bei einem Glas Wein und kleinen Häppchen wie im letzten Jahr. Es wird alles anders. Daher verwende ich das Wort Frohe Ostern nicht in diesem Jahr.

Ich wünsche Ihnen, die Sie vielleicht hier gerade die neue Kerze entdecken, ein besinnliches, gesegnetes und gesundes Osterfest!

Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat.
Matthäus 28, 5-6

Kerze hellgrün geschwungen
Zum heutigen Geburtstag Von Andreas Steinhardt am 26.03.2020 um 14:33 | melden

Heute vor 94 Jahren wurde Franz geboren - in seinem Elternhaus
in Gladbeck-Ellinghorst, einer Zechensiedlung mit Blick auf einen Förderturm, der 1979 abgerissen wurde - die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts - war war das für eine Zeit? Bilder, die uns heute sehr fremd vorkommen.

Ich erinnere mich heute an einige schöne Geburtstage meines Vaters, in meiner Kindheit und Jugend. Viele waren es ja nicht, die ich miterlebte, ich erinnere mich bewusst nur an ein paar Feiern - als Franz mit 59 Jahren starb war ich gerade 16 Jahre alt.

Kerze lila geschwungen
Psalmen vor dem Geburtstag Von Andreas Steinhardt am 25.03.2020 um 15:11 | melden

Morgen, am 26.März vor 94 Jahren wurde Franz in einem Zechenhaus ganz nahe des Luftschachts der Zeche Möller in Gladbeck-Ellinghorst, quasi unter dem Förderturm, geboren. Sein Vater war dort noch als Bergmann unter Tage aktiv. Da ich nicht genau weiß, ob ich am 26. Zeit habe, im Netz zuschreiben, heute schon einmal ein paar Sätze zum Geburtstag.

Psalme der Hoffnung zu dieser furchtbaren Zeit momentan:

Der Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr völlige Hoffnung habet durch die
Kraft des heiligen Geistes.

Psalm 71,17

Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe, und laß mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung

Psalm 119,116

Kerze rot rund
Zum Todestag Von Andreas Steinhardt am 15.03.2020 um 09:08 | melden

Wenn ihr mich sucht,
sucht mich in eurem Herzen.
Habe dort eine Bleibe gefunden,
Werde immer bei Euch sein.

von Rainer Maria Rilke

Kerze dunkelgrün lang
Zum Todestag am Sonntag Von Andreas Steinhardt am 14.03.2020 um 22:40 | melden

Vor nunmehr 31 Jahren verstarb Franz plötzlich und unerwartet mit 59 Jahren, elf Tage vor seinem 60. Geburtstag an einem zweiten Infarkt. Ich als sein jüngster Sohn war gerade einmal 16 Jahre alt. Franz hatte Nachmittags, an einem schönen, sonnigen Märztag wie gerade unseren großen Garten schön für das Frühjahr gemacht. Ich sah ihn gegen 16 Uhr das letzte Mal, verabschiedete mich, und fuhr an diesem ersten Osterferien-Wochenende mit dem Rad in unsere Stadt, um mich mit Freunden zu treffen. Franz starb um 21 Uhr, er fiel in unserer Wohnung um wie ein Stein. Meine Mutter war allein mit ihm. Gegen 22 Uhr, das war mein genehmigtes Ausgehende, kam ich an unserem Haus wieder an. Ich wunderte mich, warum mehrere Autos unserer Verwandten in der Einfahrt parkten. Mein ältester Bruder stand an der Straße und begrüßte mich mit wässrigen Augen und sagte zu mir "Na, Bruder.......das irgendetwas nicht stimmt, war mir klar. Alle möglichen Konstellationen des Schreckens schossen mir in den Sekunden des Schweigens durch den Kopf. Nach mir endlosen vorkommendenen 4-5 Sekunden, indem ich meinen Bruder groß und schweigend anschaute, sagte er zu mir.... "Der Papa hatte wieder einen Herzinfarkt.........der Papa lebt nicht mehr..."

Kerze lila klein
Der März und der Tod Von Andreas Steinhardt am 01.03.2020 um 15:27 | melden

Dem Ackermann

von Johann Wolfgang von Goethe

Flach bedecket und leicht den goldenen Samen die Furche,
Guter!
Die tiefere deckt endlich dein ruhend Gebein.
Fröhlich gepflügt und gesät! Hier keimet lebendige Nahrung,
Und die Hoffnung entfernt selbst von dem Grabe sich nicht.

Der März, in unserer Familie oft der Beginn - und das Ende - der Vorbote - und der Neuanfang.

Franz verstarb an einem 15. März, auch immer in den Märztagen davor denke ich oft an unseren Vater, was er seine letzte Lebenswochen so alles machte, sagte, tat und vielleicht noch plante...was für Ereignisse in diesen Tagen stattfanden, welche er 1986 noch mitbekam. 6 Wochen nach seinem Tod erblickte sein 2. Enkelsohn das Licht der Welt...

Kerze rot rund
Ein Gedicht zum Sturm Von Andreas Steinhardt am 09.02.2020 um 18:31 | melden

Zur Kerze ein Sturmgedicht, passend zu dem heutigen Sturmtief.
Franz scheute kein Wetter, er ging noch trotz Warnungen und Mahnungen vor die Türe, um sich ein Unwetter doch etwas genauer anzuschauen, den Blick zum Himmel gerichtet, ohne Furcht, eher fasziniert. Nun, ich tue es ihm gleich...

Der Sturm spielt auf zum Tanze

von Heinrich Heine

Der Sturm spielt auf zum Tanze,
er pfeift und braust und brüllt;
heisa, wie springt das Schifflein!
die Nacht ist lustig und wild.

ein lebendes Wassergebirge
bildet die tosende See;
hier gähnt ein schwarzer Abgrund,
dort türmt es sich weiß in die Höh.

ein Fluchen, Erbrechen und Beten
schallt aus der Kajüte heraus:
ich halte mich fest am Mastbaum,
und wünsche: wär ich zu Haus!

Kerze hellgrün geschwungen
Februargedicht Von Andreas Steinhardt am 03.02.2020 um 20:32 | melden

Hier ein nettes Februargedicht zur Kerze für unseren Vater - es hätte ihm sichelich gefallen.

Februar

von Cäsar Flaischlen,

Geboren am 12. Mai 1864 in Stuttgart
Gestorben am 16. Oktober 1920 in Gundelsheim am Neckar


Schon leuchtet die Sonne wieder am Himmel
und schmilzt die Schneelast von den Dächern
und taut das Eis auf an den Fenstern
und lacht ins Zimmer: wie geht’s? wie steht’s?

Und wenn es auch noch lang nicht Frühling,
so laut es überall tropft und rinnt ...
du sinnst hinaus über deine Dächer ...
du sagst, es sei ein schreckliches Wetter,
man werde ganz krank! und bist im stillen
glückselig drüber wie ein Kind.

Kerze rosa klein
Die Zwanziger Von Andreas Steinhardt am 16.01.2020 um 17:34 | melden

Das neue Jahr ist da - das neue Jahrzehnt ist angebrochen. Die 20er Jahre - ich denke immer, wenn ich den Begriff 20er Jahre höre, wie sicherlich viele von Ihnen auch, an eine für uns später geborenen kaum mehr vorstellbare Zeit. Berliner Revue, Weimarer Republik, Marlene Dierich, Joephine Baker, Otto Dix, Gropius, Klee, Chaplin, Buster Keaton, Strawinsky, Ravel, die Garbo...jetzt sind sie nach 100 Jahren wieder da, die 20er...was werden sie bringen, wofür werden sie stehen...wenn jemand in 100 Jahren zurückschaut? Na, ob soviel Charme wie einst für dieses neue Jahrzehnt übrig bleiben wird?

Hier noch ein Gedicht für Franz von
Richard von Schaukal, 1874-1942

Neues Jahr

Wieder ein Ring am Baum,
der seine Wurzeln in Traum
taucht und Tiefe der Nacht.

Wieder ein Zeichen der Zeit,
die durch die Ewigkeit
tastende Menschen erdacht.

Wieder um Weh und Wahn
kreisend gemessene Bahn,
bis wir am Ziel erwacht.

Kerze lila geschwungen
Ein Weihnachtswunsch für Sie Von Andreas Steinhardt am 24.12.2019 um 10:15 | melden

Natürlich denke ich gerade an diesen Tagen viel an unseren Vater Franz, und wie wir als Kinder mit ihm und der Mutter diesen so aufregenden Tag heute erlebten. Auch wenn mein Vater schon 33 Jahre nicht mehr bei uns ist, unsere Mutter 25 Jahre - sie fehlen heute. Dieses Vermissen hört nie auf. Ich werde heute Abend auch in liebevoller Erinnerung, mit einem Lächeln der Dankbarkeit an so viele schöne Weihnachtsabende mit unserem Vater Franz, unserer Mutter Gerda, denken.

Allen, die in diesen Tagen auch auch Franz Gedenkseite zu Gast waren und diese Geschichte gelesen haben, wünsche ich eine schöne und gesegnete Weihnacht. Falls sie auch aktuell oder früher einen lieben Menschen verloren haben, an den sie an diesem Heiligen Abend, an diesen Weihnachtstagen besonders viel denken, sie/ihn gerade heute und den Weihnachtstagen furchtbar vermissen, wünsche ich viel Kraft. Ich wünsche mir, das sie heute viel Liebe und Stärke verspüren, das sie ihren Verlust - ich hoffe im Kreise Ihrer anderen Lieben, mit einem liebevollen Lächeln in den Tränen, so nenne ich es immer, ertragen können. Ich weiß nicht, ob sie ein gläubiger Christ sind oder nicht, das spielt auch keine Rolle, zumindest ich glaube fest daran, das der Mensch, um den sie trauern, heute auch bei Ihnen ist. Irgendwie. Er/Sie ist nicht weg, sondern anwesend, nur nicht sichtbar. Und möchte nicht, das sie trauern, sondern lächeln - trotz Tränen im Gesicht. Im Weihnachtssturm dieser Tage. Alles Liebe für Sie!

Kerze rosa klein
Adventsgedicht für unseren Vater Von Andreas Steinhardt am 16.12.2019 um 14:14 | melden

Gerne erinnere ich mich an unseren Vater, wie er an Adventsabenden aus einem kleinen, alten Büchlein mehrere klassische Adventsgedichte vortrug.


Lied im Advent

von Matthias Claudius (1740 – 1815)

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Kerze hellgrün geschwungen
Adventsgedicht für unseren Vater Von Andreas Steinhardt am 02.12.2019 um 13:57 | melden

Hier noch einmal das schöne Adventsgedicht aus der heutigen Zeit, welches ich bereits bei Gerda Sophia Steinhardt, seiner Ehefrau, eingestellt habe. Franz liebte diese heimelige Adventszeit auch sehr liebte.

Advent der Kinderzeit

© 2012 Adventsgedichte.org (Tim Seeger GmbH)

Wenn Kinder Schneemänner und Eiszapfen zählen
und sich Erwachsene mit der Schneeschaufel quälen,
wenn die Kinder beim „Brief ans Christkind“ sitzen,
während die Großen über dem Einkaufszettel schwitzen,
wenn Kinder Lieder singen und Kekse essen –
und wir uns mit Geschenkeinkäufen stressen,
wenn Kinderaugen voll Vorfreude strahlen –
und wir uns winden in der Hektik Qualen,
wenn wir geben der Weihnachtszeit am Stress die Schuld,
während Kinder auf’s Christkind warten - voll Ungeduld,
wenn die Großen die Hektik zu Weihnacht verfluchen,
währen Kinder nach Rentierspuren und Engelshaar suchen,
wenn die Kleinen sich freuen auf all die Geschenke,
während ich oft schon an den Umtausch denke –
dann wünsch ich, er wär’ nicht schon weg so weit –
mein wunderbarer Advent der Kinderzeit!

© 2012 Adventsgedichte.org (Tim Seeger GmbH)

Kerze rot lang
Herbsterinnerungen und ein Gedicht von Hebbel Von Andreas Steinhardt am 13.11.2019 um 14:11 | melden

Mein Vater liebte (auch) den Herbst, zelebrierte förmlich Spaziergänge bei Wind und wilden Wolken. Ich erinner mich als Kind, als wir uns zusammen den Weg durch das dichte Laub in unserem kleinen Wald gegenüber unserem Wohnhaus bahnten und ich mich weich in die Blätterhügel fallen lies. Ja, schöner Herbst, Du meine Liebe, Du widerspiegelst meine Stimmung, denn mein Wesen ist die (positive) Melancholie. Ich bin ein Gedanke des Herbstes, ein Kind des Winters.

Spaziergang am Herbstabend

von Christian Friedrich Hebbel

*18.03.1813
+13.12.1863

Wenn ich abends einsam gehe
Und die Blätter fallen sehe,
Finsternisse niederwallen,
Ferne, fromme Glocken hallen:

Ach, wie viele sanfte Bilder,
Immer inniger und milder,
Schatten längst vergangner Zeiten,
Seh ich dann vorübergleiten.

Was ich in den fernsten Stunden,
Oft nur halb bewusst, empfunden,
Dämmert auf in Seel und Sinnen,
Mich noch einmal zu umspinnen.>

Und im inneren Zerfließen
Mein ichs wieder zu genießen,
Was mich vormals glücklich machte,
Oder mir Vergessen brachte.

Doch, dann frag ich mich mit Beben:
Ist so ganz verarmt dein Leben?
Was du jetzt ersehnst mit Schmerzen,
Sprich, was war es einst dem Herzen?

Völlig dunkel ists geworden,
Schärfer bläst der Wind aus Norden,
Und dies Blatt, dies kalt benetzte,
Ist vielleicht vom Baum das letzte.

Kerze orange geschwungen
Allerheiligen am Grab im laufe der Jahre Von Andreas Steinhardt am 04.11.2019 um 12:26 | melden

Bevor mein Vater 1986 starb (zu der Zeit war ich 16 Jahre) ging ich als Kind immer mit ihm immer an Allerheilgen zum Grab meines Großvaters, welchen ich nie kennenlernte. Er starb bereits 18 Jahre bevor ich geboren wurde ähnlich jung wie sein Sohn. Das Lichtermeer auf dem Friedhof Gladbeck-Rentfort ab der Dämmerung beeindruckte mich als Kind immer sehr. Als 1982 seine Mutter starb, wurde ein Doppelgrab angelegt, mein Großvater umgebettet. Dort hatte ich als
Kind Spaß, viele viele Kerzen, rote, weiße und grüne, aufzustellen.
Nun, bereits 1986, als ich 16 Jahre alt war, starb mein Vater - und fortan war sein Grab an Allerheiligen quasi im Mittelpunkt. Sein überraschender Tod hat fortan einen regelrechten familiären Allerheiligen-Boom ausgelöst, so traf sich - wie in vielen Familien üblich, die ganze Verwandtenschar zum Gang zum Grab. Zuvor nahmen einige von uns am morgentlichen Allerheilgen-Hochamt in der Kirche St. Josef zu Gladbeck-Rentfort, direkt neben dem Friedhof, teil. Am Nachmittag fand zusätzlich in St. Josef die Andacht zum Totengedenken mit 3 Priestern der 3 Kirchen des Einzugsbereichs des Friedhofes statt, mit anschliessender Prozession und Segnung der Gräber. In den nächsten Jahren nahmen auch meine kleinen Neffen am Friedhofsgang teil mit genauo großer Freude am Kerzen entzünden und dem abendlichen Lichtermeer wie ich zuvor. Als ihr Großvater Franz starb, war einer seiner Enkel noch nicht einmal 3 Jahre alt, der andere Enkel kam 10 Wochen nach dem Tod seines Großvaters auf die Welt...nach dem ebenfalls frühen Tod unserer Mutter, seiner Ehefrau wurde unser Allerheiligen-Ritual noch intensiver. Schon am Vorabend gingen wir mit den kleinen Neffen zum Friedhof, schmückten die Gräber schön und stellten die ersten Lichter auf. Manchmal im ersten Schnee und gefrorenem Boden, manchmal bei Regen und Wind oder bei schönstem Sonnenschein. Das erste Allerheiligenfest nach dem Tod meiner Mutter 1994 beispielshalber
war ein ungewöhnlich warmer, sonnendurchfluteter Tag.

Kerze lila geschwungen
Das schönste Wintersternbild Orion Von Andreas Steinhardt am 16.10.2019 um 12:52 | melden

Vorgestern sah ich in Herrgottsfrühe auf dem Weg zur Arbeit zum ersten Male in diesem Oktober das schönste Wintersternbild Orion.

Ich erinnere mich gern daran, wie mein Vater mich als Kind auf den Arm nahm, mit mir ans Fenster oder noch in den Garten ging und zeigte mir das Sternbild Orion, erklärte mir, wie ich den Himmelsjäger wirklich als Bild erkenne, zeigte mir die schönen Sterne des Orion Bellatrix, Mintarka oder Rigel. Jedes mal denke ich an früher, wenn ich zu Orion hinauf schaue!

Kerze lila geschwungen
Oktobergedicht Lied im Herbst für unseren Vater Von Andreas Steinhardt am 01.10.2019 um 14:12 | melden

von Alfred Georg Hermann Henschke, dt. Dichter, gen. Klabund * 04.11.1890 in Crossen a. d. Oder; † 14. 08.1928

Lied im Herbst

Wie Krieger in Zinnober
Stehn Bäume auf der Wacht.
Ich taumle durch Oktober
Und Nacht.

Blut klebt an meinem Rocke.
Mein Weg ist weit und lang.
Des Tales dunkle Glocke
Verklang.

Auf einem schwarzen Pferde
Reit ich von Stern zu Stern.
Die Sonne und die Erde
Sind fern.

Ich bin von vielen Winden
Zu Gott emporgereicht.
Werd ich den Frühling finden?
Vielleicht ...

Kerze rosa klein
Für Franz Steinhardt von Andreas Steinhardt Von Andreas Steinhardt am 10.09.2019 um 19:47 | melden

Gestern vor 36 Jahren wurde Franz Enkel Lars geboren, am 09.09.1983. Was war das für eine Freude! Was hat er seinen kleinen Enkel geliebt! Der Großvater Franz konnte seinen Enkel aber nur zweieinhalb Jahre in die Arme schließen, dann verstarb er leider viel zu früh mit 59 Jahren. In der Nacht des 09. Septembers erhielten wir einen Anruf von meinem ältesten Bruder, das Franz erster Enkel geboren wurde und wohlauf ist. Fortan begann für die ganze Familie Steihardt eine wunderschöne und aufregende Zeit. Ich, der 3. und jüngste Sohn Gerdas wurde mit 13 Jahren Onkel. Was wir ich stolz, was war ich glücklich, einen kleinen Neffen zu haben! Da wir uns im Prinzip fast jeden Tag sahen, was Lars für mich auch wie ein kleiner Bruder, den ich mir als Letztgeborener immer wünschte...

Kerze hellgrün geschwungen
Für Vater Von Andreas Steinhardt am 19.08.2019 um 21:25 | melden

Ich schaute auch heute alte Famileinbilder aus den 70er- und 80er Jahren an - so langsam scanne ich die teilweise schon leicht vergilbten Fotos für die Ewigkeit - ich sah unseren Vater in seinem schönen Garten, im Urlaub am Chiemsee oder an der Nordsee - eine schöne Erinnerung - eine tplle Zeitreise! Ich kann sehr gut eintauchen in die Atmosphäre - ich stelle mir das Geräusch der Wellen am Chiemsee
vor, das Lachen der Kinder am Strand...ach, war das eine schöne Zeit!

Kerze rot lang
Franz und der Sommer Von Andreas Steinhardt am 27.06.2019 um 20:40 | melden

Franz mochte jede Jahreszeit. Er machte immer das Beste daraus. Er ging im Herbststurm spazieren wie im hohen Schnee. Niemals hatte er über das Wetter gemurrt, auch wenn es wie aus Kübeln schüttete. Im Sommer setzte er sich zwar lieber in das Schattenplätzchen unter der alten Kirsche in seinem Garten, aber ich will ihm nicht absprechen, das er den Sommer nicht mochte. Als sein jüngster Sohn bin ich ihm insoweit ähnlich was das Wetter betrifft, ich murre auch nicht über Regen oder Schnee oder stürmisches Wetter. Im Gegenteil. Als Winterkind setze ich mich aber auch lieber unter einem alten großen Baum im Schatten...

Kerze lila geschwungen
Erstkommunionfeier bei uns heute vor vierzig Jahren Von Andreas Steinhardt am 24.05.2019 um 12:57 | melden

Mein Vater Franz mochte den Mai genauso wie den November, den Februar wie den Juli. Er zog sich zwar lieber im Sommer in den Schatten zurück (wie ich) aber murrte nie über zu große Hitze, schimpfte nie über Regen oder Kälte - im Gegenteil. Dann zog er sich warm an und ging trotz dessen ausgedehnt spazieren. Dann nahm er halt einen Schirm mit - oder ging durch den tosenden Sturm.
Im übrigen denke ich an diesem Tag heute an den 24. Mai 1979 zurück - den Tag meiner Erstkommunion. Einer - vielleicht der schönste Tag meiner Kindheit. Es war das Fest Christi Himmelfahrt, es regnete Vormittags. Am Nachmittag konnten wir mit der sehr großen Verwandtschaft doch noch schön im Garten beisammen sitzen und feiern. Unser Vater Franz hat den Garten extra für die Feier sehr schön hergerichtet. 40 Jahre ist das heute nun schon her...die 3 kleinen Tannen, die zu meiner Kommunion gepflanzt wurden, sind heute mächtige, schier riesige Bäume.

Kerze hellgrün geschwungen
Zum heutigen Geburstag Von Andreas Steinhardt am 26.03.2019 um 14:14 | melden

Heute vor 93 Jahren, einem Freitag, wurde Franz um 12:10 h in seinem Elternhaus in Gladbeck-Ellinghorst geboren.

Was für eine Zeit mag das gewesen sein - 1926 - ich kann sie mir kaum vorstellen. Kein TV, keine Rock- und Popmusik, ganz wenige Autos, fast alle Männer gingen mit Hut und Schlips auf die Straße...

Deutschland wurde 1926, zur Zeit der Weimarer Republik, in den sich um einen dauerhaften Frieden bemühten Völkerbund einstimmig aufgenommen.

Außenminister Gustav Stresemann erhielt zusammen mit dem frz.
Außenminister Briand den Friedensnobelpreis. Man bedenke, was nur 7 Jahre später in Deutschland für eine Herrschaft begann...

Die amerikanische Schwimmsportlerin Gertrude Ederle ging als erste Frau in die Sportgeschichte ein, weil sie den Ärmelkanal durchschwamm. Sie benötigte 14,5 Stunden, eine Zeit, die die des bisherigen Weltmeisters übertraf.

Am 29. Dezember starb einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter: Rainer Maria Rilke.

In der Türkei wurde 1926 das Haremsystem abgeschafft.

Und bald sind sie schon wieder da, nach einem Jahrhundert...die "zwanziger Jahre"...

Kerze blau kreuz
Heute vor dreiunddreißig Jahren starb Franz Von Andreas Steinhardt am 15.03.2019 um 11:55 | melden

Heute vor 33 Jahren ging Franz mit 59 Lebensjahren plötzlich und unerwartet von uns.

Der Samstag, 15.März.1986 war ein erster sonniger und nicht mehr kalter Frühlingstag.

Franz machte an diesem Nachmittag unseren Garten in Gladbeck-Ellinghorst für den Frühling schön.

Ich selbst, damals 16 Jahre alt, fuhr gegen 16 Uhr mit dem Rad zur etwa 2 km entfernten Innenstadt von Gladbeck um mich mit Freunden zu treffen. Es war der erste Tag der Osterferien.

Ich sprach noch ganz kurz mit meinem Vater, dann fuhr ich mit dem Rad los - es war das letzte Mal, das ich ihn lebend sah.

Um 23:00 h kam ich zuhause an. Von weitem sah ich mehrere Autos in unserem Eingang stehen - und war etwas verwundert darüber.

Mein ältester Bruder stand weit vor dem Haus, am Straßenrand,#
und wartete auf mich.

Er teilte mir mit, das unser Vater einen Herzinfarkt hatte - und nicht mehr lebt.......das Leben unser Familie hat sich dadurch nachhaltig verändert.

Ich zog mit meiner Mutter im selben Jahr aus dem großen Haus aus und wir suchten uns eine schöne gemütliche Wohnung in einem neugebauten, damals sehr modernen Etagenhaus am Rande der Gladbecker Innenstadt. Dort, auf der Humboldtstraße, fühlten wir uns aber sofort sehr wohl.

Der Tod unseres Vaters überraschte viele Menschen in Gladbeck, da Franz aufgrund seiner beruflichen Laufbahn wie kirchlichen Aktivitäten einen größeren Bekanntheitsgrad hatte.

Zu seiner Trauerfeier erschienen sehr viele Menschen, die St. Elisabeth-Kirche zu Gladbeck-Ellinghorst war zu seinem Requiem bis auf den letzten Platz gefüllt.

Pfarrer Wuttke fand tröstende und wohltuende Worte über Franz und seine langjährige Arbeit für die Gemeinde.

Franz wäre 11 Tage später 60 Jahre alt geworden.

10 Wochen nach seinem Tod wurde sein 2. Enkel geboren...

Kerze rosa klein
Wintersternbild Orion Von Andreas Steinhardt am 27.02.2019 um 16:07 | melden

In Moment, da das wunderschöne Wintersternbild Orion noch schön am Abendhimmel steht, denke ich oft an unseren Vater.
Er nahm mich als Kind auf den Arm, ging mit mir in den dunklen Garten und erklärte mir Orion mit all seinen Sternen. Den Gürtel des Orion mit Mintaka, den besonders hellen Stern Bellatrix usw.
Bei jedem Blick auf Orion denke ich daran, an diese schönen Momente der Kindheit.

Kerze lila geschwungen
Erinnerung an den Todestag Von Andreas Steinhardt am 23.01.2019 um 19:55 | melden

Franz verstarb 11 Tage vor seinem 60. Geburtstag, unerwartet an einem zweitem Infarkt. Es war an einem Samstagabend, gegen 21:00 h. Er kam ins Wohnzimmer hinein, fiel um wie ein Stein. Ich selbst als junger Sohn von 16 Jahren war zu dieser zeit noch unterwegs, es war der erste Tag der Osterferien 1986, ich durfte mich noch an jenem Samstag bis 23:00 h mit meinen Schulfreunden treffen. Als ich mit dem Rad zuhause ankam, sah ich einige Autos von Verwandten bei uns im Eingang - was mich verwunderte. Mein ältester Bruder, zudem ich ein wunderbares, herzliches Verhältnis hatte - was ja sicherlich nicht selbstverständlich ist, stand in der Hauseinfahrt, an der Straße, und erwartete mich bereits. Ich sah seine gläsernen Augen, seien Ernsthaftigkeit. Mit traurig klingenden Worten sagte er...Na, Bruder...nun merkte ich, das irgendetwas nicht mehr so ist, wie es vor ein paar Stunden noch war...weiter sagte mein Bruder...der Papa wieder hatte einen Herzinfarkt...der Papa lebt nicht mehr.... Ich habe das gar nicht verstanden. Ich wollte auf gar keine Fall in das Haus, wo alle Verwandten an jenem Samstagabend trauerten. Ich verschwand in die Nacht....zog einsam durch die Gegend, durch die Felder, bis in die nächtliche Innenstadt und zurück - in den Stadtteil Rentfort, wo mein ältester Bruder wohnte und auch hier in mittlerweile tiefer Nacht auf mich wartete. Ich sah am dunklen Küchenfenster das Aufglimmen einer Zigarette...wir unterhielten uns noch eine Weile, versuchten etwas zu schlafen...und wussten, das sich nun sehr viel ändern würde - was auch geschah.

Kerze rot lang
Wintersternenhimmel Von Andreas Steinhardt am 21.12.2018 um 18:53 | melden

Im Winter zeigtest Du mir immer das riesige Sternbild des Orion.

Orion, das schönste Wintersternenbild, hat daher bis heute eine große Bedeutung für mich. Immer, wenn im Herbst Orion wieder am Nachthimmel erscheint, muss ich daran denken, wie ich bei Dir auf dem Arm war, und Du mir am frühen Abend die Sternenbilder im Garten zeigtest. Gerade über Orion erzähltest Du mir besonders viel. Das es der Himmeljäger ist, das seine hellsten bzw. größten Sterne Betelgeuze und Bellatrix heißen, das die Sterne im Gürtel des Orion Mintaka, Alnitak und Alnilam heißen. Das hat mich geprägt.
Astronomie wurde ein großes Hobby von mir...danke Dir dafür!

Kerze hellgrün lang
Novemberspaziergang Von Andreas Steinhardt am 09.11.2018 um 19:50 | melden

Franz war ein wetterbeständiger Mensch. Er genoss zwar den Sommer, aber zu warm durfte es auch nicht sein. Franz hätte nie über das Wetter geschimpft, er passte sich halt dem November an.
Regnete es, unternahm er trotzdessen seinen Spaziergang, wenn er diesen vorhatte. Das hielt ihn keinesfalls davon ab. Sollte es stürmen, schaute er sich dies von seinem Fenster an, aber ohne jemals darüber zu murren. Flog sein Schirm beim Sturm fast fort, dann hätte er nie geflucht. War es bitterkalt, dann war es halt so. Dann machte Franz trotzdem einen ausgedehnten Spaziergang durch die eisige Landschaft. Als Sohn tue ich es ihm gleich...

Kerze lila geschwungen
Franz und die Jahreszeiten Von Andreas Steinhardt am 25.09.2018 um 18:21 | melden

Bewundernswert war, wie Du jede Jahreszeit angenommen hast wie sie war,mit jeder jahreszeit etwas anfangen konntest. Du erfreutest Dich über das Erwachen der Natur, das Du endlich in Deinem Garten arbeiten konntest. Dies war ja auch das letzte, was Du in Deinem Leben tatest, an jenem sonnigen Vorfrühlingstag im März 1986...

Du hast Dich zwar (genau wie ich) leiber im Sommer in den Schatten gesetzt als Dich der Sonne auszusetzen, glaube aber, das Du den Sommer aber durchaus mochtest.

Im Herbst und im Winter machtest Du lange, ausgedehnte Spaziergänge, schautest Dir das Wolkenspiel am Herbsthimmel genau an und hast mir dies genau erklärt. Du zeigtest mir mit Begeisterung den Herbst- und Wintersternenhimmel, das Sternbild Orion, von dem Du jeden einzelnen Stern mit Namen kanntest (Bellatrix, Mintaka...) ist auch zu meinem Lieblingssternbild geworden.

Den Frühling, den Sommer, den Herbst, den Winter - aus jeder Jahreszeit hast Du das Beste gemacht. Als Sohn bin ich zum "Herbst-Wintertyp" geworden. Und bald schaue ich zum Orion - und erinner mich daran, wie Du mich an frühen Herbst/Winter-Abenden
auf dem Arm trugst, mit mir in den Garten gingst - und mir den wunderbaren Sternenhimmel, insbesondere Orion erklärtest...

Kerze lila geschwungen
Sommer wie Winter Von Andreas Steinhardt am 08.08.2018 um 21:03 | melden

Ein Licht auch für Dich - an diesen heißen Sommertagen.

Du mochtest den Frühling, den Sommer, den Herbst, den Winter...Du konntest mit jeder Jahreszeit etwas anfangen, Du hast nie über zu große Wärme gestöhnt oder über die Kälte gemurrt. Du hast die Jahreszeiten angenommen, wie sie kamen.

Gerne saßt Du im Sommer in unserem Garten, unter der Wildkirsche und trankst einen Cafe. Ich habe noch diese Bilder im Kopf - und auch zur Hand. Gerne tauche ich ab in diese Zeit.
Irgendwie sitzt Du immer noch dort, unter der Wildkirsche, in der Sonne, eine Ewigkeit lang...

Kerze hellgrün geschwungen
Pfingsten Von Andreas Steinhardt am 20.05.2018 um 11:53 | melden

Eine Kerze zum Pfingstfest 2018 für unseren lieben Vater, Großvater und Onkel


Das Pfingstereignis: Apostelgeschichte 2,1-11[-12]

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden. Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten?

Kerze rot kreuz
Zum heutigen Geburtstag Von Andreas Steinhardt am 26.03.2018 um 12:39 | melden

Heute vor 92 Jahren, einem Freitag, wurde Franz um 12:10 h in seinem Elternhaus in Gladbeck-Ellinghorst geboren.

Was für eine Zeit mag das gewesen sein - 1926 - ich kann sie mir nur schwer vorstellen.

Deutschland wurde 1926 in den sich um einen dauerhaften Frieden bemühten Völkerbund aufgenommen. Einstimmig. Die amerikanische Schwimmsportlerin Gertrude Ederle ging als erste Frau in die Sportgeschichte ein, weil sie den Ärmelkanal durchschwamm. Sie benötigte 14,5 Stunden, eine Zeit, die die des bisherigen Weltmeisters übertraf. Am 29. Dezember starb einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter: Rainer Maria Rilke. In der Türkei wurde 1926 das Haremsystem abgeschafft.

Kerze flieder viereckig
Todestag heute vor zweiunddreißig Jahren Von Andreas Steinhardt am 15.03.2018 um 13:34 | melden

Heute vor 32 Jahren ging Franz mit 59 Lebensjahren plötzlich und unerwartet von uns.

Der Samstag, 15.03.1986 war ein erster sonniger und nicht mehr kalter Frühlingstag.

Franz machte an diesem Nachmittag unseren Garten in Gladbeck-Ellinghorst für den Frühling schön.

Ich selbst, damals 16 Jahre alt, fuhr gegen 16 Uhr mit dem Rad zur etwa 2 km entfernten Innenstadt von Gladbeck um mich mit Freunden zu treffen. Es war der erste Tag der Osterferien.

Ich sprach noch kurz mit ihm, dann fuhr ich mit dem Rad los - es war das letzte Mal, das ich ihn lebend sah.

Um 23 h - so lange durfte ich damals an Samstagen unterwegs sein - kam ich zuhause an. Zuvor traf ich mich mit meinen 2 besten Schulfreunden am Gladbecker Goetheplatz, einem damals beliebten
Treff für Gladbecker Schüler.

Von weitem sah ich mehrere Autos in unserem Eingang stehen - und war etwas verwundert.

Mein ältester Bruder stand weit vor dem Haus, an der Straße und wartete auf mich.

Er teilte mir mit, das unser Vater einem Herzinfarkt hatte - und nicht mehr lebt........
....das Leben seiner Familie hat sich dadurch nachhaltig verändert.

Ich zog mit meiner Mutter im selben Jahr aus dem großen Haus aus und wir suchten uns eine schöne gemütliche, große Wohnung in einem neugebauten modernen Etagenhaus am Rande der Gladbecker City.

Der Tod unseres Vaters überraschte viele Menschen in Gladbeck, da Franz aufgrund seiner beruflichen Laufbahn wie kirchlichen Aktivitäten einen größeren Bekanntheitsgrad hatte.

Zu seiner Trauerfeier erschienen sehr viele Menschen, die St. Elisabeth-Kirche zu Gladbeck-Ellinghorst war zu seinem Requiem bis auf den letzten Platz gefüllt.

Pfarrer Wuttke fand tröstende und wohltuende Worte über Franz und seine langjährige Arbeit für die Gemeinde.

Franz wäre 11 Tage später 60 Jahre alt geworden.

10 Wochen nach seinem Tod wurde sein 2. Enkel geboren

Kerze grau-blau Grabkerze
Ein kleines Licht für Dich Von Andreas Steinhardt am 11.02.2018 um 14:15 | melden

Ein kleines Licht, welches die Nacht durchbricht.

Eine kleine Kerze, die die Dunkelheit verdrängt.

So wie Du die Nacht überwunden hast im ewigen Licht;

Bis wir uns wiedersehen - wenn nach dunkelster Nacht der

Morgen anbricht

Kerze hellgrün lang
Heiligabend Von Andreas Steinhardt am 23.12.2017 um 14:55 | melden

Gerade an Tagen wie diesem denke ich zurück an die Weihnachtsfeste meiner Kindheit und frühen Jugend, an denen unser Vater und unsere Mutter noch lebten. Die Erinnerung an diese schönsten Tage werden nie vergehen. Sie sind unauslöschlich ins Herz eingebrannt.

Kerze lila geschwungen
November Von Andreas Steinhardt am 10.11.2017 um 00:24 | melden

Die Felder liegen brach, es ist merklich kühl geworden.
Der erste Nachtfrost ist auch in den Niederungen angekommen.
Der Morgentau überdeckt das Grün des Sommers.
Er ist lange vorbei.
Nur ein kleines Licht, das wir in der Wohnung entzünden, kann uns Hoffnung und Frieden geben.
Eine kleine Kerze, die den dunklen Raum wunderschön heimelich ausleuchtet, das uns sogar wärmt.
Machen wir uns den düsteren November etwas heller, etwas wärmer - und sei es nur durch ein kleine Kerze auf dem Tisch

Kerze rot lang
Die Grenze der Nacht Von Andreas Steinhardt am 30.08.2017 um 22:45 | melden

Nur ein kleines Licht, welches die dunkle Nacht durchbricht.
Nur eine kleine Kerze, die die Dunkelheit verdrängt;

So wie Du die Dämmerung überwunden hast zum ewigen Licht;

Wir werden uns begegnen - an der Grenze der Nacht

Kerze grau-blau Grabkerze
Ein Licht für Dich Von Andreas Steinhardt am 16.06.2017 um 14:15 | melden

Du bist in einer besseren Welt - wir werden uns irgendwann wiedersehen. Das glaube ich - und lebe ich.

Kerze lila geschwungen
Die Katze die an Heiligabend 1976 kam Von Andreas Steinhardt am 24.12.2016 um 17:21 | melden

Heiligabend, 1976. Ich war 6 Jahre alt, ich erinnere mich an einen kalten Tag, aber schneefrei. Unsere Mutter, Gerda-Spohia, hatte bei Einbruch der Dämmerung eine Pute in den Ofen getan, ausnahms- weise gabe es 1976 ein großes Festessen schon am 24.12., - das ganze Haus war schnell erfüllt von dem Bratgeruch. Unser Vater, Franz, traf auch die letzten Vorbereitungen für das Fest, holte die besten Flaschen Wein aus dem Keller, probte, ob die neue, erstmals elektrische Weihnachtsbaumbeleuchtung denn auch funktioniert.

Kurz vor der Bescherung maunzte ein kleines, schwarzes Etwas vom Fenstersims, schaute mit ihren schönen, großen grünen Augen in das Küchenfenster herein als ob sie sagen würde: "Es riecht sooo lecker! Gebt mir doch auch ein Stück ab von dieser köstlichen Speise" - "EINE KATZE! EINE KATZE!" Wir Kinder waren außer uns vor Freude. "Da sitzt eine kleine Katze an unserem Fenster! Ach., lasst sie uns doch in die Stube holen!" - Unsere Eltern waren zunächst dagegen, was man als 6-jähriger Junge natürlich nicht nachvollziehen kann. " Wer weiß, wo sie herkommt! Wem sie gehört! Vielleicht hat sie eine Krankheit! Fasst sie nicht an..." - Nichts desto trotz liefen wir Kinder geschwind nach draußen, nahmen die kleine schwarze Katze auf den Arm und streichelten sie. Heimlich trugen wir sie in den Hausflur, gaben ihr etwas Milch. Sofort taufte ich sie auf den Namen Mieze. Vom älteren Bruder kam keinerlei Einspruch..also ab sofort: Mieze! Von diesem Tag an, dem 24.12.1976 blieb Mieze für immer bei uns. Warum sie uns an Heiligabend zulief, ob sie jemand ausgesetzt hatte - wir haben es nie erfahren. Nach ein paar Wochen stimmten unsere Eltern zu, das Mieze bei uns bleiben durfte. Was für eine Freude für mich, für uns. Mieze blieb viele Jahre bei uns, sie war eine Draußen & Drinnen-Katze. Sie war mein bester Freund, die gesamte Kindheit über. Was hat sie mir Freude gemacht, uns allen! Natürlich hatte auch Franz und Gerda-Sophia sehr viel Spaß mit unserer Mieze. So ein liebes Wesen! Mieze gebar viele Junge, wir gaben sie an andere Familien ab, einmal durften wir 2 Katzen behalten. 2 Männchen, eins behielten wir bei uns, das andere Tier wurde zum Wohnungskater meines großen Bruders. Wie schon oben erwähnt: Unter der Rubrik Bilder findet ihr, finden Sie ein Bild von unserer Mieze...und das damals festlich geschmückte Wohnzimmer an Heilgabend. Die Katze die an Weihnachten kam - hat meine große Liebe zu allen Tieren sicherlich geprägt. Ich bin mir sicher, wir alle sehen unsere lieben Haustiere eines Tages wieder.

Kerze rot kreuz
Sternenhimmel Von Andreas Steinhardt am 12.11.2016 um 21:36 | melden

Ob November oder Juli - Du mochtest jeden Monat, jede Jahreszeit. Du hast nie über einen zu heißen Tag beschwert -
dann hast Du Dich schön in den Schatten, unter die alte Kirsche gesetzt.
Du hast Dich nie über Regen, Kälte oder Schnee beschwert. Dann hast Du ausgiebige Spaziergänge mit Wintermantel, Schal und Hut gemacht.
Im Winter zeigtest Du mir immer das riesige Sternbild des Orion. Orion, das schönste Wintersternenbild, hat daher bis heute eine große Bedeutung für mich. Immer, wenn im Herbst Orion wieder am Nachthimmel erscheint, muss ich daran denken, wie ich bei Dir auf dem Arm war, und Du mir am frühen Abend die Sternenbilder im Garten zeigtest. Gerade über Orion erzähltest Du mir besonders viel. Das es der Himmeljäger ist, das seine hellsten bzw. größten Sterne Betelgeuze und Bellatrix heißen, das die Sterne im Gürtel des Orion Mintaka, Alnitak und Alnilam heißen. Das hat mich geprägt.
Astronomie wurde ein großes Hobby von mir...danke Dir dafür!

Kerze lila geschwungen
Für unseren Vater und Großvater Von Andreas Steinhardt am 18.09.2016 um 17:27 | melden

Wo bist Du? Hier. Wo bleibst Du? Dort. Auf jeden Fall spüren wir, wenn Du hier bist.

Kerze dunkelgrün lang
Für unseren guten Vater und Großvater Von Andreas Steinhardt am 10.06.2016 um 00:27 | melden

Du bist in einer besseren Welt - wir werden uns irgendwann wiedersehen.

Kerze türkis dunkel dünn
Heute vor 90 Jahren wurde Franz Steinhardt geboren Von Andreas Steinhardt am 26.03.2016 um 16:56 | melden

Am 26. März 1926 wurde Franz in seinem Elternhaus in Gladbeck-Ellinghorst geboren. Vor 90 Jahren. Wir gedenken heute seiner ganz besonders!

Kerze rosa klein
Heute vor 30 Jahren starb unser guter Vater und Großvater Von Andreas Steinhardt am 15.03.2016 um 00:08 | melden

Am 15. März 1986, einem ersten schönen sonnigen Frühlingstag gegen 21 h verstarb Franz plötzlich und unerwartet mit nur 59 Jahren an einem schweren Infarkt. 11 Tage vor seinem 60. Wiegenfest. Stunden zuvor arbeitete er noch in seinem großen und prächtigen Garten und machte ihn für den Frühling schön. Sein Tod erschütterte viele Menschen in Gladbeck, da er durch seinen Beruf und kirchlichen Aktivitäten sehr bekannt war.

Kerze rot lang
Für unseren Vater Von Andreas Steinhardt am 08.02.2016 um 11:50 | melden

Das ewige Licht leuchte ihm. Amen.

Kerze grau-blau Grabkerze
Die erste Kerze 2016 Von Andreas Steinhardt am 02.01.2016 um 18:35 | melden

Wir denken alle an Dich!

Kerze hellgrün Kreuz christlich